KINDHEITSERINNERUNGEN

UND ICH BIN DOCH GEWORDEN heisst der Blogbeitrag, den ich bei BIGI gelesen und auch kommentiert habe. Was mich zu diesem Artikel hier bewogen hat. Was habt ihr für Erinnerungen an Eure Kindheit und Jugend? Ich würde mich freuen, wenn ihr hier ein bissel von Euren Erinnerungen schreibt, wie es FRÜHER war. Wenn es kein Geheimnis ist, wäre es super, wenn ihr auch Euer Geburtsjahr dazu schreiben könntet 🙂 Ach ja, ich bin Jahrgang 1957

MEINE ERINNERUNGEN:

-Technik wurde noch sehr klein geschrieben, zum Aufnehmen gabs nur Kasettenrecorder.
-Fotoapparat? Eine KodakPocket, auch RitschRatschKlick genannt, mit dem 4 erBlitzwürfel zum Aufsetzen.
-Unser erster FarbFernseher so um das Jahr 1970 rum, hatte schon einer Fernbedienung, ein kleiner Kasten, handtellergroß, mit 5 m Schnur, rechts aussen ein Knöpfchen zum Drücken, um die 3 Programme die es da gab, durchzuschalten und ein Drehrad für die Lautstärke.
-Telefone hatten noch Wählscheiben, man konnte aber damit man flexibler war, eine „lange“Schnur bestellen, die dann laufend verdreht und verknotet war.
-Wenn man unterwegs war und telefonieren wollte, suchte man sich eine Telefonzelle und da konnte man sogar Geld einwerfen (nicht wie ein paar Jahre später mit Telefonkarte).
-Die Tageszeitung kostete 20 Pfennig, die BILD 10, eine Kugel Eis oder ein Brötchen ebenfalls einen Groschen.
-Im Fernsehen lief Bonanza und High Chapperal. Es war immer ein Kampf, denn zur gleichen Zeit wie die Sportschau kam Bonanza, manchmal siegte mein Dad, meistens ich 😉 Oder Daktari mit Clarence, dem schielenden Löwen. Flipper, Cliff Dexter, die PatridgeFamilie, Ihr Auftritt, Al Mundy, Die Zwei, Lieber Onkel Bill, Percy Stuart. Noch ein bissel früher Belphegor (was hatte ich Schiss, wenn ich den schwarzen Umhang nachts im Louvre durch die Gänge geistern sah)
-Die Abendshows wie Einer wird gewinnen mit dem unvergessenen Kuli, der goldene Schuss mit Onkel Lou, Vergissmeinicht, DalliDalli.
-Dann die Musik der 70 er, heute noch ist es die beste Musik für mich.
-Wir spielten draussen, Zehnerball und Gummitwist.
-Es gab kein McDreck, kein BurgerKing und kein Subway. Was es gab war die Nordsee, da konnte man Fischbrötchen essen.
-Meine Schulzeit war ganz normal, es gab keine Schlägereien und keine Drogen. Mobbing war ein Fremdwort, BurnOut und solche Dinge ebenfalls.
-Man konnte abends noch alleine draussen rumlaufen ohne Angst.

Ach ja, INTERNET und BLOGS? Fehlanzeige 😉
Und nun bin ich gespannt was Euch noch einfällt und was ihr noch so kennt.

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10 Kommentare zu „KINDHEITSERINNERUNGEN

  1. Was ich hier lese, ist ja cool! Ich fühle mich sofort in meine Jugend versetzt!
    Kein Wunder, da ich Baujahr 54 bin! *grins*
    Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie meine Großeltern 1959 den ersten s/w Fernseher gekauft haben. Was für eine tolle Errungenschaft, ich war total fasziniert. Oh, da gab es doch immer die Augsburger Puppenkiste, hach das war toll!

    Oh ja, diese Kämpfe mit der Sportschau und meinem Vater kenne ich auch zur Genüge!
    Telefon … wollten meine Eltern nicht aber irgendwann, so in den 70ern, habe ich sie dann doch überzeugen können! *grins*

    Liebe Doro, das ist klasse was du alles aufgezählt hast, danke für diese nette Erinnerungstour!

    Einen sonnigen Sonntag und liebe Grüße
    Lucie 🙂

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  2. Ihr seit ja alle noch junge Hüpfer. Wenn ich mein Geburtsjahr hier reinschreiben würde, gingen hier die Lichter aus. Hab noch ganz andere Telefone kennengelernt. Aber Flipper Bonanza Lukas der Lokomotivführer und co. kannte ich auch noch. Unsere Musik war Elvis, Fats Domino, Dean Martin oder Ray Charls. Es war schon eine schöne Zeit. Die Mädchen mit Pferdeschwanz und Petticot waren eine Augenweide und beim Rock and Roll ging die Post ab. Heute geht nur noch langsamer Walzer und Schiebermax. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend. L.G. Ludger

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  3. Wo soll ich anfangen? Telefone mit Wählscheiben, den RitschRatschKlick usw. kenne ich (Jahrgang 1966) natürlich auch noch. Irgendwann in den 70ern kamen noch die Sofortbildkameras auf den Markt. Von so einer habe ich geträumt, aber leider war es ausgerechnet das, was mein sonst so technikbegeisterter Vater nicht anschaffen wollte. Dafür war er ein leidenschaftlicher Super8-Filmer – rrrrrrrrrrrr 😉

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  4. Meine Güte, wo fange ich denn da an? Zunächst erst einmal bin ich aus dem besten Jahrgang. Nämlich 1967 😉 .
    Aufgewachsen mit verbotenem Westfernsehen ( Ilja Richter, Heidi, Lassie und Co ). Erinnern kann ich mich auch noch an ein Brummkreisel, was ich als Wurfscheibe missbraucht habe. Mein Vorschulleben war geprägt von Lackschühchen und weißen ( grrrrr ) Strumpfhosen! Mann, was war ich darüber sauer. Vorallem wollten die nie so recht über meine dicken Beine.
    Später kam das Jungpionierhemd, das blaue und rote Halstuch und ganz spät – das FDJ Hemd. Ich war die Einzige, die einen Pelikanfüller, Adidas Turnschuhe und echte Lewis hatte…
    Zur Jugendweihe bekam ich ein Radio Stern Recorder, der sau teuer war. Ich glaube, er kam an die 800 Ostmark. Wow….
    Ach, ich könnte noch mehr schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen und schließlich muss ich auch noch andere Blogger besuchen. Liebe Doro, reichen dir fürs Erste meine Erinnerungen?

    Alles Liebe und lass dich doch mal wieder sehen, ja? Mandy

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  5. ich bin von 1949. Ich war die Jüngste, hatte noch zwei ältere Geschwister.
    Wir konnten noch draußen auf der Straße spielen. Auf dem Bürgersteig, der noch feste Erde war, konnten wir gut Hüpfkästchen malen und auch kleine Kuhlen fürs Knickerspielen grabbeln.
    Immerhin hatten wir schon ein Badezimmer mit einer Badewanne drin. Das warme Wasser kam per Geyser.
    Die Klamotten erbte ich von meiner größeren Schwester, denn mein Vater konnte nach dem Krieg durch eine Kriegsverletztung nicht mehr seinen Beruf als Zimmermann ausüben. Also alles schön sparsam. Doch vermisst habe ich nix.
    Irgendwann bekam eine Familie im Haus mit 9 Mietparteien einen Fernseher und alle saßen dann dort oben, um lieber Onkel Bill zu schauen und ähnliche Sendungen.
    Unser erster Fenseher konnte nur schwarzweiß, hatte 2 Sender, die per Drehknopf an der Seite eingeschaltet werden konnten. Dann kam das dritte Programm dazu, also weiter kurbeln.
    Fotoapparat gab es immer, natürlich nur schwarzweiß-Bilder-Abzüge.
    Mit dem Tretroller fuhr ich zum Gymnasium. Der hatte immerhin aufpumpbare Reifen, nicht so ein Ömmel-Treter wie heutzutage ….
    Die große Wäsche alle vier Wochen unten in der Waschküche war immer eine Aktion der Sonderklasse. Es war eine hölzerne Waschmaschine mit Wassermotor. Das qualmte da unten, Wahnsinn! und dann wurde jedes Teil einzeln durch die Mangel gedreht per Hand natürlich.
    Mein Vater hat die Tischtennis-Mannschaft von Schalke 04 mit gegründet. Und daraus folgerte, dass er die Tischtennis-Schläger reparierte mit Leim, der immer hinten auf dem großen Kohleherd stand, dieser Leimduft, der ist sooooo schön….
    Kürzlich war ich mal in einer Schreinerei und da duftete es genau na Leim, ich kam mir so wunderbar vor, so in die Kindheit versetzt, so herrlich angenehm.
    Als mein Bruder schwer krank war, bin ich – inzwischen per Rad – zur großen Firma gefahren, in der unser Vater arbeitete, um von dort aus einen Arzt anrufen zu können.
    Irgendwann gab es eine halbautomatische Waschmaschine, die in die Küche kam. Also mit der Schleudertrommel extra.
    In den 70er Jahren gab es dann ein Telefon immerhin schon in Farbe, aber noch mit Wählscheibe.
    puuh, das war ja eine Reise in die Vergangenheit….

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  6. hi Doro,

    ich bin auch baujahr 1957 und ich habe soooo viele schoene erinnerungen an meine kindheit und jugendzeit, da wuerde ich jetzt garantiert den rahmen sprengen wenn ich damit anfangen wuerde….
    ich habe ein paar seiten auf meinem blog unter der rubrik „memories“ vielleicht hast du ja mal lust dort ein wenig zu stoebern, bzw. zu lesen, da geht es um meine deutschlanderinnerungen, was ja schon sehr lange her ist.

    du fragtest mich warum ich deinen kommentar nicht veroeffentlicht habe. welchen kommentar meinst du? ich halte nie einen kommentar zurueck, es sei denn er ist nasty. ich freue mich doch immer ueber deine netten kommentare…

    lg
    Sammy

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  7. Ach du meine Güte,wenn ich das hier so lese,dann bin ich ja schon uralt,jetzt nicht erschrecken Jahrgang 41.Ja und wir spielten auch noch auf der Strasse,“Himmel und Hölle „,kennt wahrscheinlich niemand ,oder mit einer ausrangierten Fahrradfelge und einem Stock,oder Völkerball.In der Schule waren alle ganz einfach gekleidet,störte niemand,hatten ja alle nicht viel und wir trugen noch so Kleiderschürzen,damit das Gewand nicht schmutzig wurde,man hatte ja nicht soviel zum wechseln.Ich war die Jüngste von vier Kindern und musste zu meinem Leidwesen immer die Kleider meiner Schwestern auftragen ,auch wenn sie geflickt waren,damals hieß die Devise,wichtig ist,dass sie sauber sind .Ja und in der Schule gab es noch Strafen wie in die Ecke knien oder mit dem Lineal eins auf die Finger und auch die Schulbank ganz hinten,die sogenannte Eselsbank.Aber es war trotz allem eine schöne Kindheit,Fernseher gab´s ja noch nicht,aber im Radio verfolgten wir gespannt die Hörspiele .In meiner Teenagerzeit war natürlich Elvis angesagt ,ich war leidenschaftliche RockenRoll Tänzerin .Kaum vorzustellen aber Aufklärung gab es auch noch nicht,meine Mutter versuchte uns wirklich so mit Blümchen und Biene aufzuklären,verstanden haben wir nicht´s Aber es war halt eine Zeit in der noch sehr viele Tabus galten,so dachten wir Mädchen ein Kuß und du kannst schwanger werden,klingt für die heutige Zeit unverständlich,aber damals.Ja so eine Reise in die Vergangenheit,da kommt plötzlich längst vergessenes wieder zum Vorschein.Aber jetzt wieder zurück in die Gegenwart.In dem ich liebe Grüße sende,Erika

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    1. Au ja, Vökerball haben wir auch gespielt. Meine Schwester war von 1945.
      Und genau, im Anfang ging sogar ich noch mit Schürze zur Schule, Möönsch, das hatte ich völlig verdrängt.
      Und Himmel und Erde gabs auch als Hüpfspiel.

      Und es gab noch Sonntags-Kleidung und Sonntags-Schuhe! Die wurden echt nur Sonn- und Feiertags getragen.

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