P A U S E

Ihr Lieben,
ich mache eine Pause, ich kann nicht mehr. Die letzten Tage haben eindeutig ihr Tribut gefordert, ich wußte daß es viel wird, aber soooo habe ich es mir nicht vorgestellt. Ich heule bei jeder Gelegenheit los, weil die Nerven so runter sind, jetzt, hier beim Schreiben, laufen sie schon wieder, die Tränen. Ich schnauze rum, obwohl es die Menschen gut mit mir meinen.

Mein Zettel für heute hat schon wieder 15 Punkte, die erledigt werden müssen. Meine Mutter, die eigentlich immer die liebste, beste, zufriedenste Mama war, ist unzufrieden, das eine ist nicht gut, das andere paßt ihr nicht, das dritte muß anders. Ach, hätte ich doch nicht, wäre ich doch nicht, so geht das laufend. Der Kleiderschrank kommt in 6 Wochen, bis dahin stehen in dem kleinen Raum drei Kleiderkartons vom Umzugsunternehmen, der 5 qm große Wintergarten steht noch voller Umzugskisten, 15 hab ich schon ausgepackt, die Schränke sind übervoll. Sie musste unbedingt mit ihrem Polsterbett von 120×230 ( 230 durch das Kopfteil) umziehen, natürlich paßte das nicht in die Nische, also haben die Haustechniker aus dem Haus gestern das Bett, das die halbe Wand einnahm, abgebaut und ein Pflegebett aus Holz dort hingestellt. Nun mag sie nicht wie die Sessel stehen, der Tisch soll woanders hin, wo ist mein Beistellwagen? Das Telefon ging gestern, heute gehts wieder nicht, gleich zum Arzt mit dem Krankentransport, dann wieder zurück ( hoffentlich kommt der Gips ab) 20x geht das Handy, wo ist dies wo ist das ( gut, das kann sie nicht wissen, da ich alles soweit ausgepackt habe) dann hat schon 4x jemand aus dem Haus angerufen, die Ärztin stellt die Pflegeverordnung nicht aus, weil sie demnächst nicht mehr die Hausärztin ist, also musste ich da eben auch noch hin, nun hab ich die Bescheinigung, aus dem Dielenhochschrank sind die Bretter verschwunden, also zum Baumarkt, neue machen lassen, mit den Mahlzeiten das klappt noch nicht, die Zeiten sind nicht in Ordnung, wann es Essen gibt. Und so weiter und so weiter und so weiter.

Sie bekam heute ihr Frühstück um halb zehn, das geht doch nicht so, wo sie um 7 Uhr schon ihre ganzen Medis schlucken muss, incl. der Mor..in-Tabletten.

Freitag ist Schlüsselübergabe in der alten Wohnung, da sind aber noch Sachen im Keller die zu uns müssen, in der Abstellkammer sind noch Sachen die raus müssen, ich muss noch die Gardinen abnehmen und das Schloss wechseln. Seit zwei Wochen warten wir auf eine Zahlung im vierstelligen Bereich von der Pflegekasse, haben bis jetzt fünfmal hinterher telefoniert. In unserem Kühlschrank laufen sich die Mäuse Plattfüße, mein Schatz ist so genügsam, seit über eine Woche isst er nichts gutes, weil ich nicht zum Kochen komme, und das obwohl er als Diabetiker gescheit essen müsste. Er nimmt mir hier zuhause so unendlich viel ab, erledigt viele Telefonate und Schriftliches, ohne ihn wäre ich absolut aufgeschmissen.

Und nun wirklich Schluss, ich weiß nicht wielange die Pause geht, eine Woche, vier Wochen? Sollte ich mien Projekt Nostalgie am 0.3. nicht hinkriegen, gehts auf jeden Fall im April weiter. Ich versuche ab und an bei Euch vorbei zu schauen! Man liest sich.
Und nun geh ich noch ne RUnde heulen und dann fahr ich wieder los. Bye!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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11 Kommentare zu „P A U S E

  1. Nein, gefällt mir kann ich heute wirklich nicht anklicken! Es tut mir sooo Leid, dass Du soviel um die Öhrchen und in Deinem Köpfchen hast. Aber ich versprech‘ Dir: das geht bald vorbei! Versuch mal, alle Fünfe gerade sein zu lassen. Und weißt Du, ich glaube, Deine Mum macht das wirklich nicht extra. Sie kann nix dafür. Und wir zwei wissen nicht, ob wir später auch mal so verpeilt sind, oder?
    Meinst Du, das mit dem handy für Deine Mum ist ’ne gute Idee? Du kommst dann ja gar nicht mehr zur Ruhe. Vielleicht überlegst Du Dir ’nen Trick, wie Du das Teil irgendwie inaktivierst? Liebe Doro, ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft, paß gut auf Dich auf und sei umarmt – Deine Elke

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  2. Oh Du Arme! Schon allein das Lesen Deiner „Aufgaben“ ist Stress! Ich wünsche Dir gutes Gelingen, nette Menschen, die Dir helfen und ganz, ganz dicke Nerven! Mach’s ganz gut und fühle Dich gedrückt!

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  3. Dass ich Dich von Herzen bedaure, muss ich nicht extra betonen – es ist einfach so – aber, es hilft Dir nicht wirklich weiter. Nur die Idee, das es Menschen gibt, die Dich verstehen und Deine momentanen Schwierigkeiten nachvollziehen können, weil sie selbst auch schon ähnliches mitgemacht haben, sollen Dich ein wenig trösten. Ich wünsche Dir alle Kraft, diese Zeiten so gut wie möglich zu überstehen und die Nerven zu behalten. Trotz all des Trubels, nimm Dir täglich ein paar Minuten Zeit für Dich und versuche abzuschalten (ablenken durch WWW oder TV), gerade so viel, um nicht in eine Depression zu verfallen.
    Alles Gute und liebe Grüße
    Elisabetta

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  4. Ach mein liebes Dorolein…. mit dir möchte ich aber auch nicht tauschen….

    meine Güte, da fehlen mir ja echt die Worte.

    ich drück dich mal ganz lieb – einen Hoffnungsschimmer gibt es aber: es kann nur besser werden.

    Ich wünsche dir und deiner Mama alles Gute!

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  5. Du hast ja wirklich viel um die Ohren. Pass auf das du nicht auf der Strecke bleibst. Lass dich nicht stressen und gönn dir Pausen. Ich wünsche dir, das sich alles bald zum Guten wendet und du zur Ruhe kommst. L.G.

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  6. Komm mal her… noch einen Schritt näher… lieb drück ♥

    Zwei Umzüge bzw. Wohnungsauflösungen sind ein bisken viel. Deine Ahnungen haben dich eingeholt und da so schnell wie man nicht mal gucken kann.

    Mach Pause, erhole dich, weine dich aus und nimm VitaminD3
    Wenn du reden magst rufe an …
    Nachmittags und Abends bis spät, kein Thema
    Knuddel

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  7. Liebe Doro, eine unzufriedene Mutter ist echt nicht leicht zu verkraften.
    Dazu noch die vielen Sachen, die zu erledigen sind.
    Gib alles zum Sozialkaufhaus. Sie wird es nicht mehr brauchen, einfach, weil sie keinen Platz hat.
    So ist es uns ja hier ergangen.
    Ruh dich aus, du hast es nötig.
    Ich umarme ich virtuell.
    Ganz liebe Grüße Bärbel

    Und wenn das Projekt einen Monat Pause macht, das macht auch nichts.
    Erhole du dich erst einmal wieder und dass der Alltag dich bald wieder hat.

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