Sch……. Ärzte!

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Ich hab jetzt extra einen Tag gewartet, damit ich mich erst einmal wieder abregen kann. Als ich vor kurzem ein paar Wochen krankgeschrieben war, sollte ich mir Termine bei Fachärzten holen. Klar, hab ich auch gemacht, und zwar am 28.07.  Der erste Termin, den ich beim Kardiologen bekam, war dann für den 11.11. Nach weiteren Telefonaten hatte ich dann das „Glück“ schon am 15.09. einen Termin zu bekommen, also gestern. 15.15 Uhr sollte ich da sein, um 15 Uhr war ich da, anmelden, zwei DIN A 4 Seiten ausfüllen, und schon kam ich dran, VOR der Zeit. Arzthelferin brachte mich in ein Zimmer zum EKG. In noch nicht mal 5 Minuten war alles vorbei. Nehmen Sie doch draussen noch „kurz“ Platz, der Herr Doktor ruft sie gleich zum Ultraschall und Arztgespräch. Nach einer knappen Stunde saß ich immer noch da und wartete, alle anderen waren schon wieder weg. Endlich dann wurde ich aufgerufen. Guten Tag, obenrum freimachen, legen sie sich auf die linke Seite, Arm unter den Kopf. Bei den Worten: Weshalb kommen Sie? marschierte er um die Liege rum hinter meinen Rücken und machte den Ultraschall, wobei ich versuchte ihm zu erklären, weswegen ich zum Kardiologen komme. Er ging aber absolut nicht drauf ein, bzw. liess mir kaum Zeit zwei Sätze von mir zu geben, meinte nur, alles in Ordnung bei Ihnen, wollen Sie noch ein Belastungs-EKG? Ich bejahte, weil ich da noch Hoffnung hatte das sich meine Kurzatmigkeit und dauernde Atemnot irgendwie erklären liesse. Also wieder raus, wieder warten, wieder eine Sprechstundenhilfe, 5 Minuten feste strampeln, Doktor guckt durch die Tür zu seiner Helferin, alles ok? Ja, Herr Doktor. Gut, Bericht hat dann morgen Ihre Ärztin.

Das war mein Arztbesuch auf den ich gut 6 Wochen gewartet habe, kein Arztgepräch wie man es kennt, keine Fragen zu meinen Medis, dazu wie lange ich die Probleme schon habe, nichts, gar nichts.

Ich denke mal wäre ich Privatpatient gewesen und mein Besuch hätte gutes Geld gebracht, wäre ich vielleicht anders behandelt worden. Arm ist jeder Mensch, der krank ist oder sich krank fühlt und auf ärztliche Hilfe hofft.

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11 Kommentare zu „Sch……. Ärzte!

  1. ist mir auch schon so gegangen, man ist völlig frustriert und seine Schmerzen hat man immer noch… ich hab das meiner Hausärztin gesagt und sie hat zwar nix weiter dazu gesagt, gab mir aber eine Überweisung zu einem anderen Spezialisten, der war dann etwas intensiver, aber auch nicht so wie ich mir das vorgestellt habe, manche Ärzte haben keine Zeit für ihre Patienten… ein Hoch auf unser Gesundheitswesen, was ja immer noch besser ist als das in den USA 😉 ^^

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  2. IST schon eine Frechheit… Doch im Grunde hat er dich untersucht und nichts gefunden… wieso dann noch zeitaufwendige Gespräche mit einer eingebildeten Kranken verplempern 😉

    Ich kann aus Erfahrung sagen, man schreibt sich alles auf einen Zettel auf und holt den beim Arzt heraus und steht vom Stuhl nicht eher auf bis auf dem Zettel alles abgehakt ist. Zuvor gebe ich einen Schrieb ab, auf dem ich alle Krankheiten und Medikamente und Ärzte notiert habe, so kann niemand sagen, wusste ich nicht 😉
    Und nun hol dir einen Termin bei einem guten Lungenfacharzt… schrieb ich dir auch schon mal… 😉
    Alles Gute ♥

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  3. Anscheinend ist das so bei Kardiologen. Man kommt als Überweisungspatient, die machen ihre Untersuchungen und der Bericht wird an den Hausarzt geschickt. – Fertig – Mir ging es vor 3 Jahren genauso. Ich bin auch wegen Kurzatmigkeit dorthin überwiesen worden (mein Mann ist Herzpatient und geht dort hin). Untersuchung – Wiedersehen – Beim zweiten Mal wurde ein Herzecho gemacht. Da saß ich 30 Min. mit freiem Oberkörper auf der Liege im Beisein einer Sprechstundenhilfe. Irgendwann fror ich und habe meine Bluse übergezogen, da bekam ich von der Ärztin einen Anschiss „sie sind ja noch angezogen!“ Mich hat diese Praxis dann auch nicht mehr gesehen. Übrigens: Man hat nichts gefunden, auch ein Lungenspezialist nicht. Bei mir ist es mal weniger mal mehr.

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  4. Stimmt, wenn du Privatpatientin gewesen wärst, dann hätte sich der Onkel Doktor mit Sicherheit sehr ausführlich um dich gekümmert. Für jeden Kassenpatienten werden ihm pro Monat nämlich nur ca. 23 Euronen Honorar angerechnet, die sind normalerweise schon durch die beiden EKG’s und das Ultraschall mehr als „aufgebraucht“. Bei einem tiefgehenden Arzt-Patientengespräch mit einer gründlichen Anamnese hätte der gute Mann sozusagen draufgezahlt…

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  5. Ja, leider geht die Kluft zwischen richtig guten und richtig schlechten Ärzten immer weiter auseinander 😦 Mein vater macht das auch gerade mit. Der eine Neurologe wollt ihm weismachen, dass eine Lumbalpunktion ne ganz harmlose Sache ist und er danaach heim könnte. Dummerweise hab ich das Töchterchen 2008 so eine verpasst bekommen und musste danach zwei Wochen das Bett hüten, weil sobald ich den Kopf gehoben habe, das gefühl hatte mir würden Leute mit Presslufthämmern auf den Kopf schlagen.. soviel zum Thema harmlose Sache 😦 Meist muss man wirklich in viele saure Zitronen beißen und verliert dadurch viel Zeit. Und wenn man dann einen Arzt gefunden hat der fachlich und menschlich spitze ist, wartet man 3-6 Monate auf einen Termin (mein Neurologe)… Mein Vater auch letztens am Telefon zur Sprechstundenhilfe „mir geht es aber JETZT schlecht!“… Wobei ich da dann auf die Option zurückgreife und mich ins Wartezimmer setze mit ca. 5 Stunden Wartezeit 😦 Alles nicht wahr. ich hoffe sehr, dass Du aber noch einen guten Arzt findest, der Deine Beschwerden ernst nimmt und vielleicht auch mal über den Tellerrand schaut was Untersuchungen angeht. Die Schafs-Daumen sind auf jeden Fall gedrückt.

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  6. Ich komme zwar ein bisschen spät mit meinem Kommentar, aber was die Kardiologen-Termine betreffen, ist das wirklich eine Frechheit, was da abgeht.
    Ich war wegen akuten Herzrhythmusstörungen in der Klinik, eine Nacht zur Beobachtung. Natürlich – wie das halt nunmal so ist – hatte ich in dieser Nacht keine mehr und so wurde ich am nächsten Morgen entlassen mit der Bemerkung: Ich soll zum Kardiologen.
    Häää? Wo bin ich hier? Nicht in der Kardiologie? Ist ja wohl ein Witz!
    Also, brav wie ich bin, ging ich heim, Anruf beim Kardiologen wegen eines Termins. Das war im November letzten Jahres. Ich sollte einen Termin im April bekommen. Nach langen Erklärungen hatte ich das „Glück“, einen Termin „schon“ im Februar zu ergattern.
    Und im Februar war ich dort, hatte keine Herzrhythmusstörungen mehr. Ich fragte mich: Was soll ich hier?
    So, das musste ich jetzt loswerden.

    Viele Grüße
    Traudi

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