Lebensträume

„DEINE TRÄUME STERBEN NUR, WENN DU SIE VERHUNGERN LÄSST“

Ein Satz, dem ich nur zustimmen kann. Man sollte immer Träume haben, das ist sehr wichtig, und man sollte sie auch immer wieder füttern, damit sie nicht eingehen. Träume müssen nichts mit Gut und Geld zu tun haben, aber etwas worauf man  vielleicht hinarbeiten und woran man sich immer wieder erfreuen kann. Und die einen aus dem tiefen Loch rausziehen, wenn man mal wieder einen Tiefpunkt hat.

Mir geht es oft so, daß ich denke, es geht nicht mehr weiter. Viele hier wissen was in den letzten Jahren bei uns los war, hauptsächlich mit meiner Mutter, aber auch andere Dinge die mich psychisch belasten und teilweise an meine Grenze bringen. In dieser Zeit habe ich mich immer an den Gedanken, an den Traum, der irgendwann mal wahr werden soll, geklammert, nämlich Essen zu verlassen und aufs Land, an die See, in die Natur zu ziehen. Das ist mein Traum, den ich nie verhungern lasse.

Wenn ich ganz ganz unten bin, setz ich mich hin, nehm mir meine Mappe die ich mir angelegt habe (mögliche Orte, wichtige Fakten der Orte, Einrichtungsgegenstände, schau mir meine  gesammelten Sachen an, mach mit Notizen, geh oft ins  Internet auf Immobilienseiten,  um zu schauen was dort so angeboten wird an Orten, die in Frage kommen könnten, obwohl da auch noch nichts so richtig feststeht. Aber es hat ja auch noch ein bisschen Zeit.

Und ausser zu Träumen fängt man dann auch ein kleines bisschen zu „spinnen“ an. Ich habe vor einem guten Jahr eine sehr liebe Bekannte, eigentlich schon fast Freundin, gefunden. Wir sind in fast allem so gegensätzlich, anscheinend verstehen wir uns deshalb so gut 😉

Heute sprach sie davon, was sie alles an Obst im Garten hat, und daß es so viel ist, daß man kaum weiß was man damit machen soll. Worauf ich meinte: Backen oder einmachen, und den Satz hinterher warf: Weisst du was, wir ziehen in deine Nähe ( geht natürlich nicht, da mein Schatz ja eher nach Nordfriesand ziehen will) und wir zwei machen ein kleines Cafe auf und verkaufen dann dort auch selbstgemachte Marmeladen und Chutneys.

Worauf von ihr kam: Die Räumlichkeiten dafür sind vorhanden, es handelt sich um den früheren Stall der zum Haus gehört, es muss zwar noch viel gemacht werden, aber es würde passen

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Ausserdem malt Heike gerne und wir machen dann in unserem Cafe Bilderausstellungen und Präsentationen ihrer Patchworksachen 🙂

Und schon war ein kleiner neuer Traum geboren, der nie zu erfüllen sein wird, aus hunderttausend Gründen, aber das „rumspinnen“ macht so extrem viel Spaß, ich glaube, einige von Euch können sich das gut vorstellen, oder? Denn welche Frau hat nicht viel Fantasie? Ach, Ihr Lieben, es macht so unendlich viel Spaß sowas in Gedanken weiterzuspinnen, fast als wenn man ein Buch schreiben würde. Mmhhh, wäre auch mal eine Überlegung, vielleicht sollte ich ein Buch schreiben: DORO’S SPINNEREIEN 🙂 🙂 🙂

Und haltet mich jetzt bitte nicht für total übergeschnappt, denn ich stehe immer noch mit beiden Beinen fest im Leben, freue ich mich auf meine/unsere Rente und unseren Umzug weg aus der Großstadt. Aber denkt immer an den Satz ganz oben, ich hab meinen Träumen nur mal wieder ein bißchen was zum Futtern gegeben 😉

 

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11 Kommentare zu „Lebensträume

  1. Wir haben es auch gemacht.
    Raus aus Westerholt, weg vom Stress mit den Vermietern!
    Das Münsterland ist großartig. Hier fühlen wir uns wohl.
    Obwohl eine Wohnung mit Lift natürlich besser für mich wäre.
    Liebe Grüße Bärbel

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  2. Wie “ Nordfriesland“? Dann wärst Du ja von mir ganz schön weit weg. Ich dachte immer, der geplante Wechsel vollzieht sich Richtung Ostfriesland. Hab ich wohl falsch gedacht. Aber, das mit den Träumen stimmt und ist äußerst wichtig. Auch, wenn sie nicht oder nur als Variante in Erfüllung gehen. Ganz liebe Grüße Elke

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  3. Solche Spinnereien müssen sein, sie sind Futter für die Seele.
    Man tankt wieder Kraft für die kommende zeit und lebt wieder für seinen Traum.

    Mein Traum war damals unser jetzige Wohnort und den haben wir uns erfüllt. Ich hätte so gerne noch weiter gearbeitet und geld verdient um den nächsten traum zu verwirklichen. Doch der geht heute nicht mehr… es sei denn ich erbe etwas, wo ich jetzt nicht wüsste von wem 😉

    Heute wünschte ich mir, ich würde in einer sonnigen Gegend mit trockener Luft leben. Das wäre für meine Fibro gut und auch für die COPD.

    Aber es bleiben kleine Träume, die man sich immer mal wieder erfüllen kann.
    Ein guter Tag und ein Besuch in einer anderen Stadt. Raus fahren, etwas anderes sehen.

    Im Herbst würde ich gerne nach Amsterdam fahren und nach der Loosdrechter Seenplatte. Ein bisken mit einem Boot über`s wasser seegeln und auf den Inseln halt machen.

    Man darf doch ein bisken sich was zusammen spinnen 😉

    Mach das ruhig, füttere deine Seele weiter und bis dahin habt ihr vll. auch entschieden was sich nach der Arbeitszeit so ergeben könnte.

    Toi toi toi ♥
    dein Lästerschweinchen kkk

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  4. Das hast du wunderschön formuliert. Träume müssen einfach sein. Was wären wir ohne sie. Ich wünsche Dir, dass sich dein großer Traum, der Umzug an die See, erfüllt und du dort einen neuen und schönen Lebensabschnitt verbringen kannst. Allerdings war ich bisher auch davon ausgegangen, dass es Ostfriesland sein wird. Aber noch hast du ja Zeit dich zu entscheiden. Meine Freundin ist vor knapp 3 Jahren nach Norden gezogen. Sie fühlt sich dort sehr wohl. Bisher war sie noch nicht wieder im Rhein-Main-Gebiet.

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