MEIN persönlicher Jahresrückblick

Vor zwei Jahren hatte ich mal einen Jahresrückblick geschrieben, anders als den, den wir ja immer von WordPress zugeschickt bekommen. Dieses Jahr hab ich mir so gedacht, machste mal wieder. Allerdings hab ich festgestellt, daß es ein verhältnismäßig ereignisloses Jahr war , ereignisreich war es nur in Bezug auf Gesundheitliches 😦

Verhältnismäßig deshalb, weil es doch etwas Positives gab, nämlich daß mein Schatz zum 01.09. diesen Jahres in die passive Phase seiner Altersteilzeit eingetreten ist, was für ihn bedeutet, nie mehr zum Büro zu müssen, ausschlafen bis die Ehefrau kommt und meckert 😉 und zufrieden sein.

Ansonsten fing das Jahr bei mir direkt am 05.01. mit Akupunktur und Massagen an, gebracht hats nicht viel, daran schloß sich dann gleich zu Beginn des Jahres der erste Krankenhausaufenthalt von Mum an, am 19.01. für 10 Tage wegen einer Lungenembolie, wie der Arzt sagte, es war mehr als kurz vor 12, aber sie hats gepackt.

Am 10.03. hatte eine meiner liebsten Kolleginnen ihren letzten Arbeitstag und ging in den wohlverdienten Ruhestand. Sie hats geschafft, ich arbeite kräftig dran 🙂

Am 08.04. dann hatte ich den Termin, der alle 2 Jahre fällig ist, Möpse-Quetschen, auch Mammografie-Screening genannt. Die ganzen letzten Male bekam ich immer nach 2-5 Tagen Bescheid, daß alles ok ist und war froh und glücklich. Diesemal wartete ich viel länger, und der Brief verhieß nix Gutes, denn ich sollte noch mal vorbei kommen, da etwas unklar war.

Kurzfassung: Das, was unklar war, war nichts, aber da wo vorher nix war, wurde was gefunden und gleich eine Biopsie gemacht. Die nächsten drei Tage waren Horror pur, bis die erlösende Nachricht kam.

am 28.04. gabs die GEDANKENDÜNE genau 6 Jahre, und es macht mir immer noch genauso viel Spaß wie bisher.

Am 28.5. ging Mum mal wieder ins Krankenhaus, diesmal bis zum 13.06. sie war dehydriert, hatte ein Nierenversagen und wurde wieder aufgepäppelt und nach anderthalb Wochen direkt von dort noch für eine Woche in die Augenklinik verlegt.

In dieser Zeit hatte ich dann auch meinen Schatz für diverse Untersuchungen im Krankenhaus, das waren zwar nur 4 Tage, aber natürlich lagen beide in verschiedenen Krankenhäusern, die weit auseinander lagen.

Im Juni gabs ebenfalls einen bösen Brief und eine Anzeige bei der Polizei von unseren Nachbarn Herrn Arsc. D. Die ganze Geschichte hatte ich hier ja niedergeschrieben.

Am 24.06. gabs dann wieder einen Umzug, einmal zog die liebe Elke von der Eifel ins platte Land (und fühlt sich dort mit ihrem Mann sauwohl) und am gleichen Tag zog Mum auch um, von ihrem Appartment in der Seniorenresidenz in den Pflegwohnbereich.

Am 30.07. ging mein Schatz zum letzten Mal in die Firma, um seinen Schreibtisch zu räumen und den Urlaubsschein für den gesamten August abzugeben und drei Kreuzzeichen zu machen, als er das Gebäude verliess 😉

Am 27.09. bekamen wir einen neuen OB durch Stichwahl, ich finde den Mann so so so *örgs* wenn ich ihn in der Zeitung sehe, was ja nun mal sehr oft vorkommt, scrolle ich direkt weiter, dieses weiche feiste Gesicht verursacht mir jedesmal eine Entenpelle 😦

Am 09.10. kam Mum dann zu dritten ( und letzten) Mal ins Krankenhaus, diesmal wegen Wasser in der Lunge und daraus resultierender extremer Atemnot. Dort war sie bis zum 20.10. und es ging ihr richtig gut als sie wieder raus kam. Drei Tage später gings allerdings nur noch berab, bis sie am 26.10. ihre allerletzte Reise angetreten hat 😦

Meine Gesundheit hatte auch beachtlich unter all dem gelitten, sowohl psychisch als auch körperlich, so schlimm, daß ich aus lauter Verzweiflung ( versuche mal jemand beim Orthopäden kurzfristig einen Termin zu bekommen, oder Hilfe, hier kriegt man dann nur gesagt, klar helfen wir ihnen, kostet dann soundsoviel) versuchte bei einem Osteopathen hier in der Nähe einen Termin zu bekommen. Der sollte dann am 08.01. sein, aber am nächsten Tag kam dann der Anruf daß ich am 04.12. kommen könnte. Ich hatte keine Ahnung was mich erwartete, aber ich hatte von einer lieben Bekannten gehört:Lass dich einfach drauf ein.

Das habe ich getan und obwohl der Osteopath laut meinem Gefühl eher nichts getan hat ausser die „Hände aufzulegen“ hatte ich zwei Tage später keine Schmerzen mehr und bei dem nächsten Termin, wo es dann um andere Schmerzen ging, fast das gleiche Ergebnis. Ich bin restlos begeistert und gebe das Geld mehr als gerne dafür aus. Ich hinterfrage momentan auch nicht wie das funktioniert, sondern bin einfach froh, daß es jemanden gibt, der mir hilft.

Ihr seht, es war nicht viel Positives dieses Jahr hier bei uns, aber nun haben wir ja das olle Jahr fast um und warten ab, was das nächste so bereit hält.

Übermorgen haben mein Schatz und ich unseren 37. Hochzeitstag, in der heutigen Zeit auch nicht so selbstverständlich, gell? Obwohl ich weiß, daß hier im Bloggerland fast alle auch schon in diese Richtung gehen oder sogar schon mehr als wir geschafft haben.

Was mir bzw. uns extrem fehlt sind unsere Urlaube, um mal wieder Kraft zu tanken, aber seit mehr als vier Jahren konnten wir krankheitsbedingt nicht wegfahren. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, und deshalb setzen wir sie, also die Hoffnung nun auf 2016.

Eine vor etwas über einem Jahr entstandene neue Freundschaft ist auch schon wieder zuende, wenn man merkt daß man nur noch als seelischer Mülleimer benutzt wird, dann ist das was, was ich nicht brauche. Und in der Zeit, als meine Mum starb, einen einzigen Satz zu lesen und dann erst 14 Tage später ein: Ich hoffe dir gehts gut? Da hatte sich das für mich erledigt.

 

Was ich allerdings versuchen möchte (ob es klappt sei dahingestellt) ist in der nächsten Zeit mich nicht mehr selber so sehr unter Druck zu setzen, und am besten gleich drei vier Dinge auf einmal tun zu wollen, ich merke das mir das gar nicht gut bekommt. Genau das schrieb ich vor 2 Jahren. Ich merke das so langsam der Druck von mir fällt, was ich machen MUSS, denn das „über alles gerne Kümmern und Tun“ um meine Mum ist ja nun nicht mehr. Ich werde in dieser Hinsicht ruhiger, aber trotzdem sitzt noch etwas in mir, was ich nicht definieren kann.

 

Meine Lieben, ich wünsche Euch alles erdenklich Gute und Liebe fürs nächste Jahr, auf das wir uns weiterhin regelmäßig lesen werden. Bleibt gesund, werdet gesund und macht das Beste aus allem.

 

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10 Kommentare zu „MEIN persönlicher Jahresrückblick

  1. Hey mein Schwesterlein… Ich habe heute Nachmittag auf meinem Blog einen Artikel gesucht und dabei die Jahresendstöckchen gelesen…

    Dein Jahr war nun wirklich nicht das beste, aber zumindest haben deine Schmerzen jetzt Grenzen bekommen.
    Das deine Mum gehen musste… du weisst es ist nicht böse gemeint, ist wohl so, dass sie selber gehen wollte und ihre Qualen beenden wollte. 😦
    Jetzt ist sie bei deinem Papa und ich habe Heilig Abend nach den Sternen geschaut 😉
    Versuche das positive daraus zu sehen und blicke nach vorne, vorne ist die Zukunft 😉

    Dein Schatz ist nun im Hause und ihr könnt langsam aber sicher eure Pläne ausarbeiten.
    Ich hoffe der Kh Aufenthalt hat einen Ansatz gefunden, dass deine Pensionierung dann nahtlos in den Norden übergehen kann.

    Ich habe mit meinen Krankheiten lernen müssen, dass man die Tage so nehmen muss wie sie kommen und das kann ich dir auch nur raten. Man muss nicht täglich sich Arbeiten auferlegen, weil das immer so war. Es reicht auch viele Dinge nur hin und wieder zu machen. (alle paar Tage)
    Wichtig ab sofort: Leben, und zwar leben wie Du/Ihr mögt.
    Die Sonne geniessen wenn sie scheint. Bügeln kann man auch Abends .
    Das Leben ist so kurz und wir haben nur eins 😉

    Ich bin ja nun nicht der Mensch der ständig jemanden anbimmelt oder auf der Matte steht.
    Aber ich habe immer die Worte im Ohr: Freundschaften muss man pflegen!
    Das stimmt, von nichts kommt nichts und so werde ich mich da in nächster Zeit
    ein wenig mehr engagieren und mehr meine Hobbys (vll. zu zweit) frönen.
    Das soll mein Vorsatz für 2016 sein.

    Ansonsten bleibt mir nur dir einen Haufen Gesundheit zu wünschen, denn das brauchen wir in erster Linie alle. Ohne geht eben nichts.
    Positiv denken und alles schwere verarbeiten und hinter sich lassen. Die Zukunft hat Vorrang.

    Lass dich ganz lieb drücken ❤ (:-:) ❤
    Alles Liebe
    kkk

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  2. Liebe Doro !

    Wir kennen uns erst ganz kurz, fühl dich dennoch von mir gedrückt.
    Ich hab dich durch den Jahresrückblick ein wenig besser kennen gelernt und wünsche dir viele schöne Momente für 2016.
    LG Peggy aus Wien

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  3. Liebes Doroli, was soll ich dazu sagen? Du hast Dein ereignisreiches Jahr für uns nochmal gut geschildert, und ich denke, dass auch diese Beschreibung und der Rückblick Deiner Verarbeitung der traurigen Ereignisse helfen werden. Das, was Du da erwähnst, dass man immer versucht ist, mehrere Baustellen gleichzeitig zu bedienen, ist leider auch mein Problem. Und auch ich arbeite daran, diesen Leistungsdruck runter zu fahren. Jetzt hoffe ich doch, dass wir beide das schaffen. Ich wünsche Dir und Deinem Schatz von 💜-en ein rundum positives Jahr 2016. Gruß Elke

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  4. Liebe Doro,
    dein Jahr war nicht gut, aber du hast es so noch einmal verarbeiten können.
    Auf ein besseres Neues Jahr 2016!
    Mein Jahr war auch nicht das Beste. Immer wieder Tiefschläge für unsere Hoffnungen.
    Alles Gute Bärbel

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  5. Da das vergangene Jahr nicht so berauschend für Euch war, wünsche ich Euch, dass Ihr diese bösen Geister vertreibt und 2016 ein besseres Jahr wird.
    Alles Gute und habt einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
    Astrid

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  6. Dein 2015 hat ja wirklich einiges Leid für Dich bereit gehalten. Doch nach einem schlechten Jahr kann das nächste ja nur besser werden und ich bin mir sicher, dass es so sein wird.
    Ich wünsche Dir und Deinem Mann von Herzen ein gesundes und zufriedenes 2016.
    LG Susanne

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