Es gibt noch Wunder ?

oder ein Mann mit Wunderhänden.

( Bitte um Geduld, ist ein langer Artikel)

Ich muss ein kleines bisschen ausholen für die, die noch nicht so lange hier lesen: Ich, schlimmer Rücken, 1992 Wirbelsäule versteift, bis 2011 schmerzfrei, jetzt ganz viel Schmerzen, schon dreimal große Probleme mit dem ISG (Iliosakralgelenk, sitzt im Batzen) diese Schmerzen immer über viele Wochen, und dadurch das meine Wirbel sich ja nicht mehr bewegen (können), übernehmen die, die nicht versteift sind, vieles mit. Ergebnis: Jeden Tag Kopfschmerzen, mal leicht, mal so schlimm, daß ich heulen und die Wand hochgehen könnte. Und jeden Tag starke Schmerzmittel will ich einfach nicht.

Das wars kurz zusammengefasst. Für diejenigen die mich noch nicht so genau kennen, das bin ich, bzw. mein Rücken:

D-132

Termin beim Orthopäden??????????? Hahahaa, bestimmt nicht wenn man Schmerzen hat, sondern eventuell in 6-8 Wochen, aber nur wenn man viel Glück hat. Oder man setzt sich morgens hin, wenns gar nicht anders geht, und kommt dann 5 Stunden später dran, schildert seine Probleme und Schmerzen um dann zu hören: Klar, da können wir Spritzen geben, sind aber leider Privatleistungen ( 3 Spritzen in 3 Wochen= 150 Eurönchen)

Anfang letzten Jahres hatte ich mehr Glück, da war doch wahrhaftig ein Orthopäde, der mir Akupunktur verschrieb. 7 oder 8 hab ich durchgehalten, aber an diesem Arzt war echt ein Pferdedoktor (so nannten wir das früher) verloren gegangen. Mit was für einem Schmackes der die Nadeln ins Fleisch jagte, eigentlich ohne genau hinzuschauen, heidewitzka, das tat gar nicht gut, besonders die Nadeln zwischen Daumen und Zeigefinger 😦

Und weil das alles nicht das Gelbe von Ei war, bin ich dann auch nicht mehr hin. (Ach ja, Massagen oder manuelle Therapie wie das ja jetzt heißt, gabs in drei Monaten 5 verordnet)

Anfang Dezember war es wieder mal soooooo schlimm, sowohl mit der Hüfte als auch mit den Kopfschmerzen, daß wir schon überlegt hatten, zu einem Privatarzt zu gehen und alles aus eigener Tasche zu bezahlen.

Und dann fielen mir die Worte meiner Freundin ein, die mal von Osteopathie gesprochen hatte und Elke, die mir auch schon mal dazu geraten hatte. Und da wir hier in dem Stadtteil, wo wir wohnen, einen, wie es schien, sehr guten Osteopathen haben, bin ich dann gleich dahin wegen eines Termines, und enttäuscht, als ich hörte daß ich am 13.01.2016 kommen kann.

Ein, zwei Stunden später bekam ich einen Anruf aus der Praxis, ob ich schon übermorgen kommen wolle. Natürlich wollte ich und tippselte es gleich begeistert ins Emsland zu Elke, die zurück schrieb, ich solle mich einfach drauf einlassen.

Was ich auch tat. Ich wußte absolut nicht was mich erwartet, und hatte mich auch vorher nicht schlau gemacht, ich wußte nur durch Lesen, daß so ein Osteopath schon vielen Menschen geholfen hat, wenn nichts anderes mehr half.

Ich erzählte ihm also, warum ich komme, ich legte mich auf die Liege, und wartete ab. Er legte beide Hände unter meinen Rücken, und alle 5 Minuten bewegte sich mal ein Finger ganz wenig und das wars. Dann mal ein bißchen höher und an den Füssen legte er die Hände auch mal auf und das eine ganze Stunde lang. Ich war ein bisschen ungläubig, das geb ich gerne zu, denn meine Tante und auch mein Cousin sind Reiki-Meister und wenn die mir was erzählen wollen von Handauflegen und sowas, sag ich immer gleich: Hör auf, an so einen Mist glaub ich sowieso nicht.

Ich zahlte also für meine Behandlung und ging heim,  mit einem weiteren Termin 14 Tage später in der Tasche. Und dachte, na ja, toll, was sollte das jetzt alles bringen? Vor allem abends zuhause und nachts im Bett hatte ich die gleichen Schmerzen in der A…backe und im gesamten Bein wie vorher auch.

Bis ich am nächsten Morgen aufstand und diesen dauernden ziehenden Schmerz im Bein „vermisste“. Was heisst vermissen, aber er war nicht mehr da, die Hüfte schmerzte noch ein wenig, aber einen Tag später waren auch diese  Schmerzen wirklich weg, wie auch immer.

Beim meinem nächsten Termin berichtete ich ihm freudestrahlend über meine nicht mehr vorhandenen Schmerzen, das aber die Probleme mit den Kopfschmerzen immer noch unvermindert da wären. Ich legte mich wieder auf die Liege, wieder eine ganze Stunde und der Osteopath legte die Hände auf. Das hört sich so komisch und blöd an, aber es ist so und der langen Rede kurzer Sinn, zwei Tage später waren die Extremkopfschmerzen weg, gegen Abend ab und zu mal ein leichter  Anflug von Kopfweh, aber viel zu wenig um überhaupt an eine Pille denken zu wollen.

Und jetzt zu dem, was ich ihm gestern erzählte und fragte. Ich leide (und das tue ich wirklich) unter Kurzatmigkeit und Atemnot sobald ich mehr als 50 m gehe oder wenn ich nur die Treppe bis zur 1. Etage laufe, dann japse ich wie ein Fisch auf dem Trockenen oder ein Triatleth nach der gesamten Strecke 😉

Und das schon seit ein paar Jahren. Wir, die wir bei unseren mehrmaligen Städtetouren in Berlin und Hamburg locker immer 5-6 Stunden unterwegs waren, und das ganz ohne Probleme.  Nachdem das angefangen hatte, war ich dann auch bei Fachärzten, einmal hier in der in Essen ansässigen Lungenfachklinik und auch schon 2 x beim Kardiologen. Ergebnis: Nix, nüscht, niente, absolut gesund (hahahaaaa).

Der Osteopath meinte, wenn es keine organische Ursache hat, wäre der Grund wohl darin zu suchen, daß meine Versteifung das auslösen könnte und man die natürlich versuchen könnte zu lösen.

Ich begab mich nun also zum dritten Mal in seine Hände. Gestern, als ich zu Fuß von dort heimging, japste ich noch wie gewohnt vor mich hin. Heute mittag war ich einkaufen und…………….. japste bestimmt um die Hälfte weniger, ich musste bei der Steigung hier bei uns nicht wie sonst 2 x einen Stop einlegen und hatte insgesamt das Gefühl, „anders“ zu atmen. Wenn das jetzt noch ein bisschen besser wird, dann glaub ich wirklich wieder an Wunder und an „heilende“ Hände.

Den nächsten Termin habe ich nun in fünf Wochen. Falls jemand fragen sollte, bisher haben wir die Anwendungen selber bezahlt, die Krankenkasse in der ich bin, bezuschusst das allerdings pro Jahr für 6 Anwendungen mit 80 % von maximal 60 Euro.

Aber wie ich schon schrieb, wenn dem nicht so wäre, würde ich das von Herzen gerne ganz aus eigener Tasche zahlen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

 

 

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13 Kommentare zu „Es gibt noch Wunder ?

  1. S-u-p-e-r-!

    Ich lese das mit grösser Wonne, denn mir braucht/e man auch nicht mit Hand auflegen und dran glauben kommen.
    Aber es gibt eben Ärzte die sich auf solche Sachen verstehen und auf ihre Art helfen können. Ganz ohne Chemie.
    Mein Orthopäde hat mich vor 4 Jahren auch mit Akupunktur behandelt. Ich dachte es hilft ja eh nichts anderes, warum nicht versuchen…
    Und es hat geholfen… bis heute.
    Sicher habe ich mal Rücken, aber doch nicht so arg wie früher.

    In Osnabrück gibt es auch so einen Arzt.
    Meine Patenkinder waren dort.
    Ständig war der älteste krank, hatte irgendwas.
    Nach der ersten Behandlung kam heraus, das Kind hat durch die Kaiserschnittgeburt nicht irgendwelche Keime, Hormone… ich weiss nicht was bekommen und ist deshalb so anfällig.
    Ausserdem war ein Bein nicht richtig in der Hüpftpfanne. Das passiert sehr oft bei Kaiserschnittgeburten. Weiss doch kein Mensch. die Geburtsärzte auch nicht 😉
    Kaum ein gerenkt und irgendwelche Globelis geschluckt, war das Kind wie verändert, also normal.

    Beim zweiten Patenkind lief das ähnlich ab. Auch Kaiserschnittgeburt.
    Da war man dann ja schon vorbereitet und fuhr gleich mit dem Kleinen dort hin.
    Blockaden gelöst, Kind gut drauf.

    Einer einer Brüder war mit seinem Rücken auch da, aber das ist ein körperliches Problem.

    Man darf also solche Ärzte nicht als Scharlatane abtun, sofern sie eine dem Aufwand entsprechende Bezahlung verlangen.
    Und eine Stunde Behandlung ist eine lange Zeit, da schleust ein Mediziner der üblichen Art gerne 15 Patienten durch. Nach 3 Minuten schlägt seine Uhr 😉 der Patient muss gehen.

    Ich freue mich das es dir so wesentlich besser geht und drücke die Daumen das der letzte Rest an Schmerzen auch noch behoben werden kann.
    Ohne Schmerzen ist das Leben ein ganz anderes, aber wem sage ich das 😉

    Geniesse dein neues Leben!!!
    Alles Liebe ♥
    kkk

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  2. Nun gut….nehme gegen meine Beschwerden täglich Tabletten. Unterer Rücken, ISG.
    Spritzen habe ich bekommen, nicht geholfen. Nadeln ebenfalls ohne Erfolg.
    Wenn dir wirklich geholfen wird und das auf Dauer, dann bitte eine Mail an mich mit Namen des Arztes.
    Ist das nöglich ?? *büdde * 🙂

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  3. Ich überlege auch immer wieder mal hin und mal her, ob ich zu einem Osteopathen gehen soll.
    Bisher hat mir irgendwie auch der Glaube an diese „Kunst“ gefehlt.
    Wenn ich deinen Bericht so lese, dann werden meine Überlegungen etwas konkreter.
    Mal sehen, vielleicht schau ich mir das einfach mal an.
    Allerdings glaube ich nicht, dass hier die Krankenkasse was dazu geben wird.
    Egal, ein Versuch sollte es wert sein.

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  4. 1.) Freu ich mich total, dass die Osteopathie bei Dir auch so gut hilft, liebe Doro und 2.) möchte ich Mathilda den Tipp geben, einfach mal in ihrer Region Osteopathen zu googeln. Und die beste Ausbildung haben die holländischen Osteopathen. Du findest bestimmt einen in deiner Gegend. TOI TOI TOI. Ich habe nur positive Erfahrungen damit gemacht. LG Elke

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  5. Ich habe auch schon seit Jahren Probleme mit dem ISG, nach der Geburt meines Sohnes vor sechs Jahren dann Bandscheibe. Bekam konservative Therapie und nach drei Monaten alles gut. In den drei Monaten habe ich aber schon gemerkt, dass mir manche Therapeuten gut tun, andere nicht.

    Nach der Geburt meiner Tochter bin ich gleich vorsorglich wieder hin (ist eine Rehaklinik in zehn Minuten Fußweite von mir), da hatte mein Hausarzt mir das auch gern verschrieben.

    Seitdem hatte ich noch einmal Probleme mit dem ISG, die per Verschreibung behandelt wurden und da erzählte man mir dann von einer Möglichkeit, die ich jetzt alle Vierteljahr nutze:

    Ich „buche“ zwei Behandlungen „manuelle Therapie “ und zwar immer bei einer speziellen Therapeutin. Die macht Ohrakupunktur und ist bislang die einzige, die sich nicht ausschließlich aufs ISG stürzte, sondern herausfand, dass auch Hals- und Brustwirbel immer wieder blockiert sind.

    Diese Behandlungen zahle ich gern aus eigener Tasche, sind knapp zwanzig Euronen pro Sitzung, dafür bin ich jetzt seit zwei Jahren nahezu beschwerdefrei.

    Und wenn’s mich mal wieder vom Pferd schlägt (2014 leider zu oft), gehe ich auch gleich wieder hin 😀😀

    Gruß
    Llewella

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  6. Ich bin ja noch ziemlich neu auf Deiner Seite und habe mir mit Schrecken Deine Wirbelsäule angesehen und Deinen Bericht gelesen. Ich habe zwar auch oft Kopf- und Rückenschmerzen, doch ich glaube kaum, dass dies auch nur annäherungsweise Deinen Schmerzen gleichkommt. Das muss wirklich schlimm sein für Dich und ich wünsche Dir von Herzen, dass die Wirkung des
    Handauflegens anhält. Ich habe schon hin und wieder jemand vom Osteopathen reden hören, aber eigentlich noch keine konkrete Vorstellung davon.
    Vielleicht wäre das ja auch etwas für meine Mutter und ihre scherzenden Knie. Ich werde mal ein bisschen im Internet hierüber stöbern.
    Ich freue mich jedenfalls über diesen Erfolg bei Dir und wünsche Dir, er möge anhalten.
    Ganz herzlich Grüße
    Astrid

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  7. Osteopathie ist eine wunderbare Sache! Inzwischen übernehmen die Krankenkassen sogar einen Teil. Das ist auch keine „Kunst“, an die man glauben muß. Wenn man sich einmal die Mühe macht, sich darüber gezielt zu informieren, wird man erkennen, daß das Ganze medizinisch sehr fundiert ist. Schließlich war der Begründer der Osteopathie ein Mediziner! Auch manche Physiotherapeuten sind gleichzeitig Osteopathen bzw. kennen sich in diesem Bereich auch aus, aber auch manche Ärzte, die manuelle Therapien anbieten. Sehr wichtig sind auch die Faszien in diesem Zusammenhang.

    http://www.osteopathie-schule.de/pdfs/ori/publikationen/Element_der_Faszien_in_der_ost.pdf

    https://www.sein.de/osteopathie-faszinierende-faszien/

    Die Schulmedizin entdeckt übrigens gerade die Faszien bzw. ihre wichtigen Funktionen. Und wenn man eine Operation hatte, sind unweigerlich auch Faszien durchtrennt worden, die dann später für zahlreiche orthopädische Beschwerden sorgen! Daher ist wirklich JEDE OP vorher gut zu überlegen.

    Alles Liebe und Gute
    Sara

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