26.10.2017

Die Zeit fliegt, unaufhörlich. Heute vor zwei Jahren habe ich dich gehen lassen müssen, Mama, und als es soweit war, war eine so große Leere, aber auch eine so große Dankbarkeit in mir. Ich wußte genau, es wird mir so vieles fehlen, unsere Gespräche, unser Kaffetrinken, unsere Rituale, unsere Telefonate, deine Hand zu halten.

Und gleichzeitig wußte ich, dir geht es nun gut, keine Schmerzen mehr, keine fremde Hilfe mehr brauchen. Dein Wunsch, wie du gerne „gehen“ würdest, hat sich fast erfüllt. Du hattest immer den Wunsch geäußert, wenn es mal soweit ist, einfach einzuschlafen und nicht mehr wachzuwerden. Nun, ganz so schnell ging es nicht, aber ich bin mir sicher, daß es so wie es war, gut war.

Papa, du bist nun schon 13 Jahre nicht mehr hier bei uns, eine lange Zeit, man ist sich gar nicht bewußt, daß du mittlerweile 96 wärst, irgendwie unvorstellbar, denn jemand der gestorben ist, bleibt ja immer so in unserer Erinnerung wie er zu dem Zeitpunkt seiner letzten Reise war.

Wie gehts euch beiden da oben? Ihr habt euch wieder, das ist ein so schöner Gedanke für mich. Solltet ihr mitbekommen was hier unten auf der Erde bei uns so geschieht, macht euch keine Gedanken, es kann nur besser werden. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt.

Heute abend 20 Uhr, nichts anderes vornehmen, ja? Ihr müßt ganz kräftig blinkern ihr beiden, damit ich hier weiß, es ist alles gut.

Ich liebe Euch beide aus tiefstem Herzen

(Eines der letzten Fotos von den Beiden zusammen, auf unserer Silberhochzeit)

https://dorosgedankenduene.wordpress.com/in-memoriam/

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