In Memoriam

 13.11.2015 – Trauer

Ich weiß nicht wo ich anfangen soll 😦 Ich will so vieles tun und ich schaffe nichts. Jeden Tag nehme ich mir etwas vor und dabei bleibt es. Ich warte auf die Trauer, die nicht kommt. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht weinen kann. Das ist doch nicht normal. Oder doch? Ich hatte nur zweimal kurz Tränen in den Augen, einmal als beim Raustragen des Sarges auf meinen Wunsch hin: „Amoi seg ma uns wieder“ von Andreas Gabalier gespielt wurde und als der Sarg herabgelassen wurde.

Das wars. Und ich kanns nicht verstehen. Ich fühle mich manchmal wie in einer Hülle, zu nichts fähig. Den Tag über gehts mir gut, irgendwann am nachmittag ist es dann wieder so, dann sitz ich da und schau nur so vor mich hin. Meine allergrößte Stütze in dieser Zeit ist mein Schatz, der immer für mich da ist, dem ich hundertmal das gleiche erzählen kann, der meine Launen, meine momentane Art, mein Jammern weil ich nicht trauern kann und nichts schaffe, mit einer liebevollen Art und Ruhe erträgt und der mich sogar immer wieder zwischendurch auch mal zum Lachen bringt.

Ich habe gelesen, das viele Leute alles so lassen wie es ist, sämtliche Kleidung verwahren, die Jacke an der Garderobe hängen lassen und die Tasche.

Ganz ehrlich, ich bin froh darüber das es bei uns so schnell gehen musste, wir mussten innerhalb von drei Tagen das Zimmer im Pflegewohnbereich räumen, das heisst nicht nur sämtliche Schrankinhalte sondern auch alle Möbel, denn meine Mum hatte nur das Bett und den Nachtschrank vom Heim, alles andere waren ihre eigenen Möbel.

Zuerst dachte ich, wie soll man das hinkriegen, gerade die ersten Tage hat man doch so viel zu tun und zu erledigen. Das geht ja gar nicht! Doch, es ging, es hat alles gut geklappt und irgendwie ist auch eine Erleichterung da, das ich das nicht immer noch vor mir habe bzw. vor mich hinschiebe.

Danke fürs Zuhören bzw. Lesen. Montag gehe ich nach 4 Wochen wieder arbeiten (14 Tage war ich wegen Grippe krank, in dieser Zeit ist meine Mum auch verstorben. Und dann hat mich meine Ärztin noch zwei weitere Wochen eben deshalb krank geschrieben).

Und ich hoffe inständig, daß der Zusammenbruch und die Trauer nicht gerade dann beginnt.

Ich habe Angst vor der Weihnachtszeit, weiß nicht wie es da sein wird, was ich/wir machen oder nicht machen. Alles wie immer? Wohnung schmücken oder eher gar nichts? Was Leckeres kochen oder alles wie immer? Barfuss oder Lackschuh????????????

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3 Kommentare zu „Trauer“

  1. Liebe Doro, es gibt zwei bis drei Leben, die man durchlebt.
    Ein Leben mit Mama, ein Leben mit dem Partner und eben ein Leben danach.
    Richtet man sich zu Lebzeiten doch recht viel nach dem Menschen den man liebt, bin ich der Meinung danach beginnt ein neues Leben und das lebt man so wie man selber will, sich aber vll. nie getraut hat. Jetzt ist der Beginn dazu.
    Aber nur meine Meinung bzw. Einstellung und die lernte ich in Thüringen als nach schweren Krankheiten einige liebe Menschen gehen mussten und der jeweilige Partner zurück blieb.

    Meine Schwiegermutter schrieb am Todestag meines Schwiegervaters in ihren Wandkalender: „50 Jahre sind vorbei.“
    Er starb kurz nach der goldenen Hochzeit.
    Das hat mich damals (23J. her) sehr berührt.
    Und dennoch war und ist es so.

    Deine Trauer muss nicht bedeuten das du da hockst und weinst.
    Jeder trauert anders und eines Tages werden die Tränen rollen, ganz bestimmt.
    Nur vll. nicht so wie du es dir jetzt vorstellst.
    Dein Vorteil ist, das deine Mama gehen wollte und jetzt vll. nicht unnötig leiden muss und bestimmt glücklich bei deinem Vati ist.

    Das erste Weihnachten ohne einen geliebten Menschen ist immer das schwerste.
    Ich habe so manche Weihnachten einfach ausfallen lassen. Einen Baum hatten wir immer, aber eben sonst nichts, nicht mal festliches Essen. Wir essen sowieso immer worauf wir Lust haben.

    Lass dich doch einfach an den Tagen fallen und tue wonach dir/Euch ist.
    Kuschel mit deinem Schatz und rede wenn dir danach ist. Das kann auch Trauerbewältigung sein.

    Wenn dieses Jahr nicht gebacken wird, gibt eben nächstes Jahr wieder Plätzchen.
    Wenn gekocht wird, eben das wonach dir ist. Wir haben Weihnachten schon Reibeplätzchen oder Eintopf gegessen… was soll`s.
    Dafür essen wir eben an einen stink normalen Tag Braten und entsprechende Beilagen.

    Wir sind doch Erwachsen und können selbst bestimmen was wir wollen. 😉

    Ich drück dich ganz lieb ❤
    Dein Schwesterlein kkk

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  2. Ja, als Ihr Schatz möchte ich auch ein paar Worte dazu sagen.

    Ich sehe das nicht als Jammern und schlechte Laune haben, eher als Nichtbewältigung von Trauer.
    Als Partner ist man immer für den Anderen da, in Guten, wie in schlechten Zeiten.
    Am Anfang unserer Ehe, die im Dezember 37 Jahre besteht standen andere Sache im Vordergrund,
    mit Reden war da nicht viel, ich habe auch erst spät lernen müssen, für den anderen ein offenes Ohr zu haben, aber ich bin ja noch lernfähig.
    Heutzutage wenn man ins Alter kommt, also kurz vor 60, wo Krankheiten immer mehr den Alltag belasten ist es gut, wenn man einen Partner hat, mit dem man alles teilen kann. Geteiltes Leid ist halbes Leid, wie man so schön sagt.

    Doro, bleib bitte so wie Du bist. Du hast alles richtig gemacht. Und wenn Du den Tränen mal freien Lauf lassen willst, werde ich Dich in die Armen nehmen und ganz fest drücken.

    Ich liebe Dich von ganzen Herzen.

    Vom GöGa Jürgen

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    1. Das gibt jetzt’ne Kombi-Antwort für Doro und Dich, lieber Jürgen. Nachdem, was Jürgen hier kommentiert hat, kann man nichts besseres mehr bemerken. Einfach toll. Er hat die Situation genau richtig erkannt und wird Dich, liebe Doro genau dann auffangen, wenn es nötig ist. Also lass Dir Zeit und lebe Dein Leben nach dem Fortgang Deiner Mutti so,wie Du es leben möchtest. Das ist richtig so. Und ich kann Dir jetzt schon versichern, dass die
      Tränen 100%-ig dann kommen werden, wenn Du sie nicht erwartest. Und das kann noch lange auf sich warten lassen. Und ich bin sicher, Deiner Mutti ist es lieber, wenn sie von ihrer Wolke aus eine Doro beobachtet, die glücklich und nicht deprimiert ist. Und bzgl. Weihnachten halte ich es immer so, dass es mindestens an einem der Feiertage ein “Mamma-Gedächtnis-Essen“ gibt. Also etwas nach ihrem Rezept. Dann kommen immer schöne Erinnerungen auf. Also, schau nach vorne und lass das Köpfchen nicht hängen – Alles ist gut! Ich drück Dich (und Jürgen auch ganz dezent😉) – Elke

01.11.2015 – Danke Euch allen

Ihr Lieben, ich danke Euch von ganzem Herzen für Eure Beileidswünsche, es tut gut zu wissen, daß in dieser schweren Zeit an einen gedacht wird.

Ganz besonders möchte ich mich bei einem Menschen hier in der Bloggerwelt bedanken, sie ist für mich schon mehr als nur eine Bloggerfreundin. Sie hat mich in der Zeit, in den vielen Stunden, die ich bei meiner Mum am Bett saß und ihre Hand hielt, die ganze Zeit mit lieben Worten aufrecht gehalten, und genauso in den Stunden danach. Ich kann in Worten nicht ausdrücken, was mir das bedeutet hat. Danke Elke ♥

Nun hat meine Mum also ihre letzte Reise angetreten und ich weiß es geht ihr nun gut. Die letzten Monate waren eigentlich nur noch eine Qual, begleitet immer wieder von ihren Worten, ich kann und will nicht mehr und laßt mich doch endlich zu Papa. Sie war alleine in diesem Jahr dreimal im Krankenhaus, zuletzt eine knappe Woche vor ihrem Tod mit Wasser in der Lunge und dort wurde dann auch festgestellt das beide Herzklappen kaputt sind, eine OP lehnte sie aber aufgrund ihres Alters ab, was die Ärzte dort auch sofort akzeptierten. Sie war nicht sterbenskrank, also keine Krankheit die einen dahinsiechen läßt. Sie war schwach und brauchte für jeden Handgriff wie Essen klein schneiden, vom Rollstuhl in den Sessel, zur Toilette, ins Bett, Anziehen, Ausziehen usw. Hilfe. Am Samstag früh bekam ich dann den Anruf, daß es ihr nicht gut geht und ob es bei der Vereinbarung bleibt, daß sie nicht mehr ins Krankenhaus soll.

Ich bejahte das, denn darüber hatte ich zwei Tage vorher noch mit ihrem Arzt geprochen und das war auch gut so, denn so konnte sie aus ihren gewohnten Umgebung gehen, und ich konnte Tag und Nacht bei ihr sein. Was im Krankenhaus bestimmt nicht so einfach und problemlos gegangen wäre.

Ein ganz besonderer und riesengroßer Dank geht an das Pflegepersonal des PWB1, wir sind sowas von liebevoll und voller Wärme umsorgt worden, daß man es kaum in Worte fassen kann. Meine Mum wurde alle 3 Stunden umgelagert, Tag und Nacht. Es kam immer jemand des Pflegepersonals herein, streichelte ihr Gesicht oder ihren Arm und sprach mit ihr, obwohl sie seit Samstag morgen bewusstlos war. Ich wurde versorgt mit Essen, Trinken, Gesprächen und Umarmungen. Ich durfte noch Stunden bei ihr bleiben, als es nachts um halb drei vorbei war, auch da konnte ich alleine sein wenn ich wollte oder jemanden zum reden haben wenn ich es wollte. Danke an alle dort!!!!

Übrigens, meine Mum ist am 26.10. verstorben  genau wie mein Vater vor 11 Jahren. Jeder der das hörte, meinte das es schon sehr selten ist, daß beide Elternteile oder Ehepartner am gleichen Tag sterben.

Bis die Tage, Ihr Lieben und nochmals Danke für Eure lieben Worte ! ! !

6 Kommentare zu „Danke Euch allen“

  1. Wie lieb von Elke ❤
    Danke!

    Ja so ist sie nun gegangen …
    und brauchte nicht leiden. Man weiss ja nie was noch kommt.
    Und das ist doch eine grosse Beruhigung.
    Meine Schwiegermutter lag damals 2 Wochen in einer Art Koma
    und durch lief wohl noch mal ihr Leben… meinte zumindest ihre Schwester die sich stark um sie kümmerte.
    Ich fand das hoch interessant und dachte damals, so ein Leben von 82 Jahren hat das eine oder andere ja erlebt.
    Unter anderen eben den Krieg, den sich ja so heute keiner mehr vorstellen kann.
    Deine Mama hat ihn ja auch erlebt und dann früh deinen Papa verloren.
    Jetzt sind sie wieder vereint.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit und pass auf dich auf ❤
    GlG kkk

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  2. Liebe Doro, ich komme erst jetzt dazu, Deinen Post zu kommentieren. Wir hatten uns mal einen hundefreien Abend in unserem Lieblings Restaurant in Haselünne gegönnt. Aber jetzt zu dem, was Du gepostet hast. Dass Du mich speziell erwähnt hast, hat mich sehr gerührt. Ich danke Dir dafür. Es war mir sehr wichtig, Dich in dieser schweren Zeit immer mal wieder zu unterstützen, und ich habe das sehr, sehr gerne gemacht. Lass Dein Köpfchen nicht hängen. Alles Gute und bis bald – Elke

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  3. Es ist ein besonderes Glück, dass Du die letzten Tage und Stunden mit Deiner Mama ins so einer liebevollen Umgebung erleben durftest. Vielleicht wollte Deine Mutter auch am gleichen Tag zu Deinem Vater gehen, zwischen Himmel und Erde sind manche Dinge oft unerklärlich.
    Ich denk an Dich,
    LG Susanne

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  4. Mein Beileid, liebe Doro. Du hast deiner Mutter den größten Liebesdienst erwiesen, indem du das letzte Stück Weg gemeinsam mit ihr gegangen bist. Inniger kann ein Abschied nicht sein. Sie ist stolz auf dich, das ist sicher. Ich wünsche dir viel Kraft und Trost bei deiner Trauer.
    Liebe Grüße.

 ♦

18.06.15 – Mal wieder ein Melderchen

Ich habe gerade festgestellt, daß ich schon fast einem Monat nichts geschrieben habe. Was auch, wenn immer nur das Gleiche ist? Mittlerweile kann ich Euch jedoch  sagen, daß ich zum grössen Teil „meine“ Mama wiederhabe. In den letzten Wochen war sie in zwei Krankenhäusern, insgesamt knapp drei Wochen.

Zurück geblieben ist eine ganz leichte Demenz, d. h. was aktuell heute oder jetzt ist, vergisst sie sehr schnell wieder, aber sie ist wieder die liebe Frau die sie war und man freut sich wieder aufs Telefonieren mit ihr und aufs Hingehen 🙂

Der Arzt hatte mich vor ein paar Wochen angerufen, um mit mir abzusprechen, ob wir Mutter für ein bis zwei Wochen in die Geriatrie einweisen oder aber ob wir erst versuchen, andere Medikamente gegen die Depressionen einzusetzen, und wir waren uns beide einig es erst mal mit den Medis zu versuchen. Als er jedoch zu mir meinte, ich sehe ihre Mutter ja heute nicht und ich ihm ins Wort fiel, das er das nicht machen könnte, sie redete schon den ganzen Morgen davon das der Doktor kommt, sagte er mir zu, dann dort vorbei zu schauen.

Und so rettete er ihr, wie schon im Januar bei der Lungenembolie, wohl fast das Leben. Da wollte er auch eigentlich nicht zu ihr, hat es dann aber ausser der Reihe doch gemacht.  Denn er wies sie sofort an diesem Tag noch ins Krankenhaus ein, die anschliessende Diagnose war dann Dehydrierung, Elektrolyteentgleisung und ein Harnwegsinfekt. Es dauerte eine knappe Woche im Krankenhaus, die noch sehr schlimm war, als sich so ganz langsam wieder meine alte Mum zeigte. Nach anderthalb Wochen war es dann soweit das sie entlassen werden sollte, allerdings sollte sie vorher noch in die Augenklinik ins Universitätsklinikum, da sich bei ihr im Augenwinkel ein dicker fast kirschgroßer Abszess gebildet hatte.

Sie wurde also mit einem Krankenwagen dahin gefahren, untersucht, kam von da aus noch in die HNO weil es da ja wohl eine Verbindung gibt bei Auge und Nase, sollte dort nur untersucht werden und…… ja klar, wie soll es auch sonst sein, wurde sie dann dort gleich stationär aufgenommen. Ihr Lieben, ich drehte am Rad, dachte ich doch, daß sie nun endlich wieder rauskommt und dann das.

Kurz erwähnen muss ich, das ich zeitgleich meinen Schatz auch für 4 Tage im Krankenhaus hatte, erst arbeiten, dann Mama besucht, dann Schatz besucht, Krankenhäuser natürlich schöööön weit auseinander, aber es hat trotzdem alles geklappt und ich wußte jeden Abend, warum ich mich so aufs Sofa freute 😉

Ein paar Tage vor all dem war ich beim zweijährlichem „Möpse-Quetschen“, auch Brustscreening genannt. War ich ja schon des öfteren, und nach ein paar Tagen bekam ich dann auch Post, allerdings nicht die, die ich erwartet hatte. Sondern………………………… das sie eine Veränderung festgestellt hätten und ich noch mal vorstellig werden muss. Ich bekam den Brief Samstag und hatte den Termin gleich am Montag, was mir nun doch ob der Schnelligkeit sehr viel zu denken gab. Der Montag war ein Scheisstag, ich hab selten so viel Angst gehabt, wußte da aber noch nicht, daß man noch mehr Angst haben kann.

Bei dem Termin dann erklärte mir der Arzt, daß es links eine Stelle gibt, die nicht ganz klar zu erkennen wäre, es würde noch mal eine Mammographie gemacht, allerdings mit irgendeinem Vergrößerungsfaktor. Anschliessend würde er dann noch Ultraschalll machen. Gesagt, getan. Der Ultraschall war sehr ausführlich und dauerte lang und es war alles in Ordnung, links!!! Mir fiel ein Stein vom Herzen. Doc meinte dann schauen wir uns auch noch eben die rechte Seite an, genauso ausführlich und sorgfältig, bis er an einer Stelle blieb und meinte das sieht nicht so gut aus. Der nächste Satz von ihm war: Da sollten wir ein Biopsie machen. Ich: Wann? Er: Jetzt, wo sie doch mal da sind.

Kurz zusammengefasst: Einen Teil der Brust mit einer Spritze betäubt, kleiner Schnitt, irgend so ein Gerät eingeführt, und dann an vier Stellen Proben entnommen, Es war immer so ein lauteres knallendes Geräusch, was er aber immer vorher ankündigte. Und ich kann Euch schwören, ich habe NICHTS gemerkt. Kleines Pflaster zum Verschliessen der Wunde und grosses Pflaster drüber, fertig. Anweisung vom Doc, wie ich mich zu verhalten habe, das sich alles blau verfärben könne, Schmerzen etc. und in drei Tagen würden wir uns wieder sehen, dann hätte er das Ergebnis.

Ihr wollt nicht wirklich wissen, wie die folgenden drei Tage waren, oder? Ich sah mich schon  im Krankenhaus, auf dem OP Tisch, sah amputierte Brüste, überlegte das Für und Wider einer Chemo, wie lange ich wohl noch hätte usw. usw.

Freitag dann endlich der Termin, ein Lächeln vom Doktor und die Worte: ES IST ALLES IN ORDNUNG. Mir schossen gleich die Tränen in die Augen, so erleichtert war ich. Was er gesehen hatte und wo auch die Probe entnommen wurde, war von vor über 25 Jahren, als ich mal einen Knoten operativ entfernt bekommen habe. Die Narbe war mit dem Gewebe verwachsen und das war das was gesehen wurdeund bisher noch nie festgestellt wurde.

Und weils alles so „nett“ war in den letzten Wochen haben wir noch von einem Ar… aus dem Nachbarhaus eine Anzeige bekommen, nachdem wir ihn beim Ordnungsamt wegen seinem Hund angezeigt hatten. Aber das ist ne andere Geschichte, die ihr demnächst hier zu lesen bekommt 🙂

Das war das „kurze“ Melderchen 🙂 und wieder mal nur Krankheiten, sorry. Jetzt hoffen wir einfach mal alle, daß es gut ist und gut bleibt. Die Blumen auf dem Balkon blühen wie verrückt, das Wetter wird langsam wärmer, mein Schatz kann bald in die passive Phase der Altersteilzeit gehen, Mama fühlt sich besser, ich hab mir neue Sandaletten bestellt und hoffe inständig daß die nächste Zeit mal einfach positiv wird, und weeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehe wenn nicht !!!!!

5 KOMMENTARE ZU „MAL WIEDER EIN MELDERCHEN“

  1. Klar war das Stress, den kein Schwein braucht. Aber, wie sagt man in Köln immer so treffend? Et es noch jrad ens joot jejange.
    Da hast Du nochmal richtig Glück gehabt. Aber bei der hardcore Daumendrückerei war es auch nicht anders möglich. Ganz liebe Grüße und weiterhin TOI TOI TOI für Euch und die Mum – Elke

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  2. Habe gerade deinen Eintrag gelesen. Du arme Maus. Da hat es dich ja gleich dreifach erwischt. Freue mich jedoch mit dir, dass alles gut ausgegangen ist und deine Mum auf einem guten Weg ist. Alles Liebe und einen ganz festen Drücki – Gaby

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  3. Mir fällt ein Stein vom Herzen… Man das war ja mal wieder volles Rohr Sche**e am Schuh.
    Big Knuddel ♥

    Brust OK, Mama ok und ich hoffe Schatzi auch ok.

    Warum sagst du denn nichts? menno, wofür hast du uns Blogfreunde denn???
    Ich möchte die drei Tage nicht vor mir haben müssen und dann noch allein….

    Auf jeden Fall ist jetzt soweit alles gut und darüber freue ich mich echt.
    Da kann dir der Ar… am Ar… vorbei gehen.
    Wenn der seinen Hund nicht ordnungsgemäss halten kann, muss er eben büssen.
    Das Rache kommt… tja das zeiigt welches Geistes Kind er ist.

    Alles Gute für Mama, Schatz und Dich auch, denn deine Nerven gingen sicherlich zu Fuss.

    Alles Liebe, Petra ♥

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  4. Menno, da hast du ja das volle Abtörnprogramm hinter dir, was kein Mensch braucht.
    Ich freue mich mit dir erst mal über alle Entwarnungen.
    Alles Liebe für dich, deinen schatz und deine Mama ❤

    Anna-Lena

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  5. Ach Du je, kein Wunder, dass Dir nicht nach Bloggen war. Zum Glück hat sich das Blatt ja inzwischen gewendet. Deiner Mama gehts endlich besser (ich freue mich so für Dich) und mit Deiner Brust ist auch alles ok. Ganz ehrlich, Vorsorgeuntersuchungen sind schon wichtig aber gerade bei der Mammografie bin ich sehr skeptisch. Ich habe schon mehrfach gehört, dass irgendetwas festgestellt wurde, die Frauen in Angst und Bange versetzt wurden und bei weiteren Untersuchungen stellte sich alles als Fehlalarm raus. Das sind Ängste, die kein Mensch braucht.

    Ich wünsche Dir nun von Herzen einen entspannten, sorgenfreien Sommer.

    LG Susanne

    P.S.: Hast Du auch das Vorgängerbuch zu Apfelblütenzauber gelesen??? Wenn nicht, dann musst Du es Dir unbedingt besorgen „Eine Villa zum Verlieben“, das Buch handelt von der Geschichte, wie die drei Freundinnen in Hamburg sich kennen lernen. Ideal für einen entspannten Sommer.

22.05.2015 – UND WIEDER MUM

Ich weiß, das meine Sorgen mit meiner Mum gegenüber anderen Sorgen, die einige von Euch haben eher klein sind, trotzdem verzweifele ich an der Situation. Ich versuche zwar, wie mir einige liebe Kolleginnen und Bekannte, die selbiges mit ihren Angehörigen mitgemacht haben geraten haben, alles nicht so an mich ran zu lassen. Aber es ist sehr schwer.

Damit meine ich nicht, die Krankheit meiner Mum, sondern ihre Äußerungen, die daraus resultieren. Und das sind einige.

*Warum kommst du nicht? Du hast immer gesagt du kümmerst dich um mich. Ich sag zu ihr, ich komm doch morgen und daß ich noch einen Beruf, einen Haushalt und einen Ehemann ( Wichtigkeit in umgekehrter Reihenfolge !!!! ) habe, da legt sie einfach auf.

*Kannst du dir nicht freinehmen und kommen? Ich hab nicht genug Urlaub. Jaja, für Papa hast du dir immer freigenommen.

*Dann kam von ihr: Ich hab  mich um meine Mutter immer viel mehr gekümmert als du dich um mich.

*Wenn ich zu ihr sage (manchmal 10x am Tag) ich kann doch nichts dran ändern und weiß nicht wie ich dir helfen kann, kommt ich wäre ja soooo frech zu ihr. Oder der Satz: DU vermisst mich gar nicht so wie ich dich.

*Oder mitten im Telefonat: Ich mach jetzt Schluss und legt einfach auf.

Sie stöhnt, sie jammert, sie weint, sie schreit. Und dann ist sie wieder zeitweise fast normal, man kann sich mit ihr unterhalten, und es ist einfach schön. Was ich immer noch nicht begreife und was mir so unverständlich ist, wieso das innerhalb von so extremst kurzer Zeit so ist.

Sie muss dringend in den Pflegewohnbereich des Heimes, nur dort muss erst mal ein Zimmer frei werden, was bedeutet, da muss erst mal jemand sterben. Meine Mutter macht die ambulante Pflege des Heimes momentan verrückt, sie drückt die Notfallschelle manchmal alle 10 Minuten, und wenn die gedrückt wird, MUSS jemand von der ambulante Pflege zu ihr. Um dann zu hören, ich hab gar nicht geschellt oder ich kann nicht mehr, ich will sterben usw. Jedes Drücken dieser Schelle, also des Funkfingers den sie für Notfälle, wie Fallen oder ihr wird schlecht gedacht ist, wird mit 5,90 Euro berechnet (natürlich nur wenn nichts ist). Mir graut vor der nächsten Rechnung von dort 😦

Wenn ich sie anrufe, was so 5x am Tag ist, geht sie manchmal nicht dran, ich weiß dann nie, ist was passiert oder hört sie es nicht oder will sie nicht drangehen? Manchmal schellt dann gleichzeitig mein Handy und Mama versucht mich anzurufen. Aber da sie ja im Heim ist, versuche ich auch diese Ängste etwas weg zu schieben. Manchmal klappt es.

Eben habe ich wieder mit ihr „versucht“ zu telefonieren. Gerade in dem Moment kam jemand von der Pflege rein, weil sie geschellt hatte. Nein, ich habe nicht geschellt (aber in was für einem Ton). Die Pflege, ganz lieb, dann sind sie bestimmt aus Versehen darauf gekommen.

Meine Mutter sprach undeutlich und jammerte, ich hab sie gefragt, ob sie getrunken hat. Nein, hab ich nicht. Ich zu ihr: Du trocknest aus, trink jetzt bitte was. Kann ich nicht, geht nicht, das ging geschlagene 10 Minuten so, ich bin laut geworden, ich habe es sanft versucht. Dann kam wieder: Warum kommst du nicht? Ich: Soll ich kommen um dir ein Wasserglas zu geben? Es kam noch ein: Ich leg auf und nix mehr.

Ich vermisse meine Mama so sehr, die Gespräche mit ihr, daß ich mit ihr über alles reden konnte. Sie ist noch da und trotzdem nicht mehr da. Und das tut verdammt weh. Ich hab bisher immer so gerne mit ihr telefoniert, und hab mich immer auf unsere Tage wenn ich sie besucht habe, gefreut. Jetzt telefoniere und geh ich hin nur noch mit Magenschmerzen.

Ich hör jetzt lieber auf. Danke das ihr durchgehalten habt. Ich wünsche allen ein schönes Pfingstfest.

4 Kommentare zu „Und wieder Mum…..“

  1. Ich habe gut zwei Jahre lang in einer Seniorenresidenz gearbeitet, liebe Doro, und kann – glaube ich – sehr gut nachvollziehen, dass du darunter leidest, dass deine Mutter da ist – und dir doch schon so fern, und dass sich ihr Benehmen, ihr Verhalten dir gegenüber so verändert hat. Ich wünsche, ich könnte dir helfen…
    Ich drück dich mal ganz sachte virtuell. ♥

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  2. Liebe Doro, ich weiss total wie Du Dich jetzt fühlst. Trotzdem muss ich Dir dringend raten, 1.) die täglichen Anrufe stark zu reduzieren und 2.) die Worte Deiner Mum einfach (?) zu ignorieren. Sie weiss nicht mehr, was sie sagt. Und Vorwürfe, welcher Art auch immer, haben keinen Hintergrund. Du kannst Dich schließlich nicht zerreißen, und Dein Leben soll ja weiter gehen! Also versuche, die Pflichten den netten Pflegern zu überlassen und überleg Dir einen schlauen Spruch, mit dem Du die Telefonate mal beendest. Sie hat das Ruckzuck wieder vergessen. Ehrlich! LG Elke

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  3. Es tut mir echt leid was nun mit deiner Mum geschieht und du so leiden musst.
    Das Alter ist nicht immer ein Gewinn.
    Dennoch bist du in erster Linie Ehefrau und dann erst Tochter und du MUSST Dich schützen. dein Herz nicht so weit dran lassen und denk immer dran, deine Mum kann nichts dafür. Wer oder was auch immer ihren Geist jetzt im Griff hat, sie kann nichts dafür.
    Du könntest 10 Studen am Tag bei ihr sein und einmal kurz zur Toilette gehen und sie würde dich genauso angehen.
    Also mach dich nicht zusätzlich verrückt, bitte ♥

    Ich drück dich mal ganz lieb ♥
    Ich wünsche euch angenehme Pfingsten. Pass gut auf dich auf
    kkk

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  4. Es tut mir so Leid und ich kann mir gut vorstellen, wie es dir dabei ergeht. Ähnliches machen wir seit Monaten mit meiner Schwiegermutter durch, jeder Besuch ist ein Wagnis, denn ihre Reaktionen sind ähnlich unberechenbar.

    Du musst diesen langsamen Abschied akzeptieren und auch, dass deine Mutter immer weniger Ähnlichkeit mit der Frau hat, mit der du vor allzu langer Zeit noch Plätzchen gebacken hast. Ich erinnere mich gut an deinen Beitrag.

    Ich wünsche dir starke Nerven und ganz viel Kraft.
    Alles Liebe
    Anna-Lena

26.04.2015 – Immer schlimmer

Ich danke Euch wirklich von ganzem Herzen für Eure tröstenden und informativen Kommentare bei meinem letzten Beitrag über meine Mum.

Es ist innerhalb von einer einzigen Woche so viel schlimmer geworden, daß ich gar nicht mehr weiter weiß. Morgen, spätestens übermorgen muß ich mit der Heimleitung sprechen, wie und wann die Möglichkeit besteht sie in die stationäre Pflege zu geben. Ich hoffe das es sehr bald sein wird.

Gestern war ich da, es war schön und auch furchtbar. Dazu muss ich sagen, daß am Donnerstag morgen am Telefon von ihr kam: Meine Geldböres ist weg, ich hab alles abgesucht, jeden Schrank 3 x. Ich hab versucht sie zu trösten, daß die sich schon wiederfindet. Aber nix, also bin ich an diesem Donnerstag nachmittags wieder hingefahren. Ich habe alle Schränke, Schubladen, hinter der Gardine, unter den Kissen, in die Abfalltüten, Waschmaschine, Kühlschrank, Alibert, einfach überall gesucht, es ist definitiv weg, mitsamt Geld und Personalausweis. Habs dann gemeldet im Haus und am nächsten Tag bin ich dann gefragt worden, ob ich Anzeige erstatten will bei der Polizei. Ich habs verneint, denn es bringt absolut nix, das weiß ich aus Erfahrung.

Also habe ich ihr gestern etwas Geld mitgenommen und es in ein Portemonaie aus der Schublade getan und ihr gegeben. Dann gings los. Was sind das für 20 Euro? Die sind für die Fusspflege am Mittwoch, deshalb ist das Kärtchen mit dem Termin dabei. Und was ist das für Geld? Das ist dafür, wenn du mal was brauchst, zum Beispiel wenn du einen Kasten Wasser geliefert bekommst.

Ach so. Börse zu, Börse wieder auf. Da ist Geld drin, wofür ist das? Mama, steht auf den Zettel. Zweite Brille auf, gelesen. Sie hat ihren Namen vorgelesen, das Datum. Wann ist das? Mittwoch. Wieder reingesteckt. Nächstes Fach. Da ist Geld drin. Ja Mama. Wofür?

Ich habe gestern mit meinem Handy eine Viertelstunde davon aufgenommen, ich wollte es einfach Jürgen zeigen und für mich ist es auch wichtig. Mein Schatz konnte es sich nicht durchgehend anschauen, weil es ihm so sehr weh getan hat. Vor allem weil sie vor gut 3 Wochen noch „normal“ war.

Heute morgen habe ich versucht sie anzurufen, 6,7,8 x. Es hat geklingelt, keiner ging dran. Dann habe ich bei der Pflege angerufen. Sorgen habe ich mir keine gemacht, daß was passiert sein könnte, denn die Pflege macht sie ja morgens immer fertig, waschen, anziehen usw. Dann riefen sie mich zurück, daß Mum sehr durcheinander und weinerlich wäre und nicht wußte wo sie auf dem Telefon drücken muß um zu telefonieren.

Sie frühstückt nicht, obwohl es ihr fertig gemacht wurde. Zum Mittagessen geht sie nicht, Fernsehgucken tut sie nicht.

Sie will nur noch sterben und fragt immer wieder warum der liebe Gott sie nicht zu sich holt.

9 Kommentare zu „Immer schlimmer….“

  1. ohje es hört sich an als ob es genauso rasend voran geht wie bei meiner schwiegermutter….inwieweit kann sie denn den beim essen zubereiten vielleicht sogar noch mithelfen ? dann binde sie doch einfach mit ein,so nach dem motto kannst du mir vielleicht helfen o.ä. auch demente brauchen noch eine aufgabe und das gefühl dass man sie braucht.
    männer sind da anscheinend sehr zart besaitet.
    torsten hat seine mama fast 2 jahre lang nicht mehr besucht weil er es nicht mitangucken konnte. ich habe immer wieder mit ihm geredet und dann hat er sich mit seinem großem bruder zusammengetan und seitdem geht er wieder regelmäßig hin. als die diagnose das erste mal vom arzt ausgesprochen wurde (auf mein hartnäckiges fragen hin),konnte ich sehen wie es torsten von den socken gehauen hat.

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  2. Liebe Doro, es ist schlimm, und ich weiß das ganz genau. Du kannst nicht mehr tun, als Du derzeit machst. Versuch, eine kleine Schutzmauer um Deine Seele zu errichten und alles Verständnis für Deine Mum raus zu hauen, das Du aufbringen kannst. Du solltest versuchen, los zu lassen. Jetzt schon. Klammern hilft weder Dir noch Deiner Mutti. Ich denke viel an Dich /Euch /Deine Mutti und wünsche von Herzen alles Gute. Ich umarm Dich mal feste durch die Luft. Deine Elke

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  3. Ach Doro, das tut mir so unendlich leid. Ich kann Dir da leider gar keinen Rat geben. Du tust ja alles, was möglich ist. Versuch zwischendurch auch mal Zeit für Dich zu nehmen, DIR mal was Gutes tun, damit Du selbst nicht auf der Strecke bleibst. Ich denke, das Loslassen (wozu Dir die Elke rät) ist das Schwierigste, aber ich glaube sie hat Recht.
    Ich drück Dich und bin in Gedanken bei Dir
    Susanne

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17.04.2015 – so schwer . . .

Lange hab ich mit mir gekämpft, ob ich meine ganz persönlichen Sorgen hier niederschreibe, aber es ist ja auch für später so etwas wie eine Erinnernung für mich, eine Art Tagebuch. Seit ein paar Wochen ist es so, daß meine Mutter ganz extrem vergisst, und ich schaffe es im Augenblick einfach noch nicht damit zurecht zu kommen. Ich war immer so stolz daß man mit ihr in ihrem Alter noch so gut reden konnte, daß sie mit fast 90 immer noch gerne gesimst hat, und es bis dahin „nur“ das „nicht mehr laufen“ war, was ihr gesundheitlich Probleme bereitete. Gut, das war auch in der letzten Zeit schlimmer geworden, Rollator geht gar nicht mehr, nur noch vom Sessel in den Rollstuhl und vom Rollstuhl ins Bett abends. Zum Klo schafft sie es allerdings auch noch alleine, und meistens sogar rechtzeitig 😉

Ich weiß nicht was der Auslöser ist oder war, ob es seit der Lungenembolie war oder einige Zeit danach. Liegt es an Medikamenten, liegt es am Macumar? Angefangen hat es einfach damit, daß sie mich jeden Tag das gleiche fragte, wann ist dies und das, den wievielten haben wir heute. Morgen muss ich früh aufstehen die Friseuse kommt. Ich erkläre ihr, daß sie erst in 3 Wochen kommt, am nächsten Tag: Ich war heute schon um 7 auf, heute kommt doch die Friseuse. Nein Mama die kommt erst in drei Wochen, ich habs dir doch gesagt und in beide Kalender geschrieben. Abends beim Telefonat: Morgen muss ich ganz früh aufstehen. Ihr ahnt was kam? Richtig.

Seit letzten Mittwoch hat sie den Bescheid das der medizinische Dienst am 22. kommt wegen der Erhöhung der Pflegestufe. Seit diesem Tag heisst es: Ist morgen der 22.? Da hab ich doch einen Termin. Nein, Mama, das ist erst in 2 Wochen. Am gleichen Tag abends: Ist morgen der 22.? Da kommt doch der medizinische Dienst. Das geht jetzt seit über einer Woche, immer immer und immer wieder. Ich hab ihr den Kalender direkt neben ihren Sessel gelegt, habt die laufenden Tage abgestrichen, alle Termine eingetragen. Trotzdem immer das gleiche.

Heute wieder ein Anruf: Ich hab jetzt seit einer Stunde den Kalender in der Hand, wann sind denn jetzt die Termine und was  ist heute für ein Datum? Ich hab ihr nun gesagt, das sie das ganz vergessen soll, weil es sie so belastet. Hab ihr gesagt, sie soll sich auf mich verlassen, ich hätte alle Termine notiert und würde ihr rechtzeitig Bescheid geben. Darauf könne sie sich felsenfest verlassen. Mal schauen, was morgen ist…………………….

Sie merkt sogar selbst, wie vergesslich sie wird und trotzdem kann sie es sich nicht mehr merken, fast von einem Tag auf den anderen. Ich sag ihr um 20 Uhr was um 20.15 Uhr im Fernsehen kommt, eine Sendung die sie sehr gerne sieht. Am nächsten Morgen frage ich sie wie sie die Sendung fand. Hab ich nicht gesehen, wußte ja nicht das das kommt.

Es ist so schrecklich, sie so langsam zu verlieren. Eben am Telefon suchte sie die Flasche Cola die ich vorgestern in den Kühlschrank gestellt hatte. Sie war nicht da. Wenn sie keiner geklaut hat, muss sie immer noch da sein, da ich ihr ein Glas eingeschüttet hatte (von einer 1,5 l Flasche) und sie gestern keine Cola getrunken hat. Sie hat sich beim Telefonat in ihrem Rollstuhl gesetzt und zum Kühlschrank gerollt und mir gesagt was da alles drin ist, es ist keine Cola da.

Bin gespannt ob ich morgen, wenn ich hingehe, die Flasche finde. Aber deswegen habe ich das nicht geschrieben, sondern da kam von ihr die Frage: Sag mal, nerv ich dich eigentlich? Nein hab ich gesagt, du nervst mich nicht. Auch nicht son kleines bisschen? Nein, auch das nicht. Es ist alles ok.

Jeden Tag was neues, und wenn sie mir jetzt was von der Pflege erzählt, weiß ich nich nicht mal, ob ich das noch glauben kann. Sie schimpft auch viel darauf. Stimmt es? Stimmt es nicht? Ich weiß es nicht mehr und kann mich ja nicht auf blauen Dunst hin beschweren.

Erinnerungen an die Vergangenheit sind noch ganz gut. Ich nehme jeden Samstag alte Fotos auf einem Stick mit ( Jürgen hatte vor ein paar Wochen alle Schwarzweissfotos von meinen Eltern eingescannt (1500 Stück ca. ) und die schauen wir dann auf ihrem großen Fernseher. Da kann sie mir fast alles noch sagen was da zu sehen ist.

Leute, Altwerden ist scheisse, wenn ich später mal so werde das ich vergesse, möchte ich lieber nicht mehr sein.

Sie übrigens auch nicht mehr, wie sie mir immer und immer wieder sagt, das alles mit den Schmerzen, nicht mehr Laufen können, nix mehr machen können, keinen Appetit zu haben und jetzt auch noch vergesslich zu werden, doch kein Leben mehr ist.

Gleichzeitig erzählt sie aber auch, daß sie wenigstens noch ihren 90. im Februar feiern will, und dann, so sind ihre Worte, kann ich gehen.

Sie hat so gerne gehandarbeitet, Socken gestrickt, Topflappen gehäkelt. Das Sockenstricken klappt nicht mehr so, die Feinmotorik in den Fingern, die Augen. Und trotzdem ich ihr vorgeschlagen habe, es doch dann wieder mit Häkeln zu versuchen, weil man da ja nur eine Masche auf der Nadel hat und es auch nicht ganz so feine Wolle ist und Maschen nicht fallen können, fängt sie immer wieder mit Socken an. Sie hat glaube ich heute das fünfte Paar Socken angefangen, immer das Bündchen ein paar Reihen und dann die nächsten.

ES IST SOOO SOOO SOOO schwer!!!!! 😦

9 Kommentare zu „So schwer….“

  1. Liebe Doro, es tut mir für dich so leid, dass du das nun erleben musst. Wir haben da schon unsere Erfahrungen; meine Schwiegermutter hatte Alzheimer als sie 66 Jahre alt war. Wir haben sie betreut und gepflegt und dann war sie noch 2 Jahre im Heim und ist an ihrem 76. Geb. verstorben. Mein Vater ist nun 87 J. alt, lebt in einem Pflegeheim und ist dement, aber damit können wir heute ganz anders umgehen, als vor 20 Jahren. Auf jeden Fall machst du es richtig, wenn du ihr keine Daten und Ereignisse schon Wochen vorher erzählst. Das schafft sie nicht und macht sie noch wuschiger. Auch eine Zettelwirtschaft macht keinen Sinn, weil sie die Zettel aufbewahrt und immer wieder anschaut und nicht weiß, was sie damit machen soll. Wir haben die Erfahrung gemacht, sie nicht mehr zu belasten und einfach nur sehen, dass sie fröhliche Erlebnisse hat und der Tag gut rumgeht. Mein Vater z.B. wollte nie in ein Pflegeheim, dann lieber erschießen, hat er immer gesagt. Vor 2 Jahren ging es aber nicht anders. Er hat sofort seinen neuen Aufenthaltsort akzeptiert und ist heute so zufrieden. Beim letzten Besuch meinte er, es ist alles prima, ich muss nicht mehr einkaufen, kochen, waschen usw. ich bekomme hier alles gemacht; es ist so praktisch, jeder kümmert sich um mich. Mein Bruder geht jeden Tag hin und sie gehen spazieren. Wenn ich mit ihm telefoniere freut er sich, allerdings weiß ich nicht, ob er mitbekommt, wer ich bin, aber das ist ganz egal, Hauptsache er kann erzählen. Ich wünsche dir ganz viel Geduld und Kraft für diese Zeit, die du noch mit deiner Mum hast. Genieße sie auch, es wird nicht besser und irgendwann denkst du, warum war ich nur so ungeduldig oder ungerecht. Das passiert auch, man ist schließlich auch nur ein Mensch mit Nerven. Alles Liebe Gaby

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  2. Liebe Doro,
    ich schließe mich der lieben Gaby hier voll und ganz an. Auch wir haben hier schon unsere Erfahrungen gemacht. Und ich möchte Dir nur ganz, ganz viel Kraft und vor allem Gelassenheit wünschen. Du kannst es nicht ändern. Und die Ursache zu ergründen, woran es nun liegt, ist auch völlig sinnfrei. Du musst es akzeptieren und Dir vor allem täglich klar machen, dass Deine Mum überhaupt keinen Einfluss auf ihr Verhalten hat. Du musst jetzt ihren Part übernehmen, den sie hatte, als Du klein und hilflos warst. Schenke ihr soviel Zuneigung und Verständnis wie Du es schaffst, und rufe Dir die schönen Doro-Mum-Zeiten immer wieder in Erinnerung. Ich bin bei Dir und drücke Dir alle Däumchen, dass Du stark bleiben kannst. Du darfst Dich selber in dieser ganzen Sache nicht vergessen!!! Alles Liebe Deine Elke

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  3. Liebe Doro,
    Dicken Trostknuddel…

    Fast 90, ein stolzes Alter.

    Sag mal… mir kommt es so vor, dass deine Mutter zu wenig trinkt.
    Das ist ganz gefährlich in dem Alter und alte Leute vergessen zu trinken.
    Zudem würde ich Vitamin D3 und Magnesium geben.
    Nehme ich auch und hab es meiner Mutter schon vor langer Zeit verordnet.
    Mein Vater fängt jetzt auch an zu schwächeln, wird im August 75 Jahre.
    Auch er bekommt jetzt von meiner Schwägerin D3 und Magnesium.
    Ein Mangel an diesen Vitaminen wird unterschätzt.
    Ein erhöhter Spiegel ist sehr gut. Kann ich dir persönlich auch nur empfehlen.

    Das Langzeitgedächtnis funktoniert in der Regel immer besser als das Kurzzeitgedächtnis.
    Deshalb guckt sie gerne diese alten Bilder. Die Erinnerung ist noch da.
    Das Kurzzeitgedächtnis ist nach wenigen Minuten leer. Deshalb fragt sie ständig das gleiche.

    Zum einen darf man das Alter nicht vergessen,
    aber ich denke es ist ein Mangel an Flüssigkeit,
    der sich immer zuerst im Gehirn bemerkbar macht.
    Meine Schwiegermutter sah schon weisse Mäuse.
    Bildlich ausgedrückt, doch jeder wollte sie ermorden. Einmal rief sie meinen Schwager an und sie erzählte unter Tränen da wäre eine Frau in ihrem Zimmer, die sie umbringen wolle… Es stellte sich heraus, es war die Tagesschausprecherin im TV zu sehen.

    Trinken fällt in dem Alter schwer, weil die Flasche, Tasse, Glas nicht mehr so greifbar/haltbar sind.
    Kaufe ihr kleine Becher mit Deckel, am besten Strohhalm geeignet. Die sollen die Pfleger ständig auffüllen. Tee ist da sehr geeignet.
    Letztendlich ist es egal was sie trinkt,
    Hauptsache sie trinkt genug (1,5l /Tag)
    Oft wird wenig zu trinken gegeben, damit die alten Leutchen nicht so oft zum Klo müssen 😉
    Das wirkt sich sehr negativ auf das Gedächtnis aus.

    Es ist gut das du dich hier aussprichst.
    Der Tag das deine Mutter gehen wird, liegt leider nicht mehr in der Ferne.
    Bereite ihr noch ein paar schöne Stunden mit tollen Erinnerungen.
    Für dich ist es gut, weil du es später nachlesen kannst,
    aber auch jetzt deinem herzen Luft machen kannst und so lockerer deiner Mutter gegenüber treten kannst. Sie merkt ja selber das es zu Ende geht und ihr Ziel ist scheinbar gesteckt.

    Vll. helfen meine Tipps ein bisschen die Syptome zu lindern und das eine kleine Besserung eintritt.

    Ich wünsche dir Kraft und Freude die nächsten Monate trotz allem entspannter entgegen zugehen. Geniesse die Zeit mit deiner Mutter!

    Alles Liebe ♥
    Sisterchen kkk

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    1. Was Dein Sisterchen da schreibt bzgl. der Trinkerei trifft den Nagel auf den Kopf. Ich hätte Dir das auch gesagt, aber mein Tipp, den ich bei meiner Mutter umgesetzt habe (Küchenwecker immer auf eine Stunde stellen, neben Wasserflasche und Glas und jede Stunde ein Glas leeren), denke ich, bekommt Deine Mum momentan alleine nicht hin. Aber vielleicht können die netten Pflegehelfer das anleiern. Nochmals ganz liebe Grüsse undheftige Umarmung – Elke

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      1. Liebe Elke, wir haben bei unseren alten Leutchen immer gesagt sie müssen eine Tasse Tee getrunken haben bis der grosse Zeiger ganz unten oder ganz oben ist. Da sie die Tasse oft nicht mehr greifen können, haben wir Becker mit Strohhalmöffnung besorgen lassent, so to go Becher. Damals gab es noch nicht so tolle Becher wie heute.
        Mit dem Wecker ist das auch eine tolle Idee liebe Elke, aber ich befürchte wie du, sie bekommt den im Moment nicht gestellt. Erst muss der Wasserhaushalt wieder stimmen.
        Herz-lichst kkk

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  4. Ich habe mich in der letzten Zeit oft, gefragt, wie es Deiner Mutter wohl gehen mag.Nun lese ich dieses hier.
    Ja, das sind Sorgen und ich glaube es ist für Dich gut, dass Du es Dir hier von der Seele schreibst. Du hast keine Geschwister, also musst Du da alleine durch.
    Mit Altersdemenz habe ich persönlich keine Erfahrung, aber ich habe meine beiden Eltern jeweils durch schwere Krankheiten verloren und ich weiß, dass dies eine ganz schwere Zeit ist.
    Vielleicht hilft mehr Flüssigkeit aber wirklich, was die 3Ks geschrieben hat, klingt ja mehr als einleuchtend. Ich wünsche es Dir von Herzen, dass dies Deiner Mama helfen wird.
    Versuch einfach die Zeit, die Du mit Deiner Mama hast zu genießen, besuch sie so oft, Du es kannst (aber denk auch mal an Dich) und denke stets daran, dass die wenigstens Menschen die 90 erreichen und versuch dankbar zu sein, dass Du so lange eine Mutter hast.
    Ich weiß, diese Worte helfen Dir letztendlich nur wenig, aber manchmal tut es ja auch gut, wenn man mal mit anderen Menschen darüber spricht, egal ob virtuell oder persönlich.
    Ich drück Dich
    LG Susanne

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  5. Liebe suebilderblog,
    ältere Menschen haben keinen richtigen Durstsinn mehr.
    Sie trinken in der Regel erst, wenn sie merken das sie Durst haben
    und dann ist es viel zu spät, denn das ist schon ein Alarmsignal
    das der Körper schon viel zu wenig Flüssigkeit hat.

    Sie vergessen einerseits zu trinken, anderseit ist es für sie recht mühsam auf zu stehen und sich mit dem Rollator etc. etwas zu trinken zu holen.
    Auf der Seite der Pfleger sieht es so aus,
    nicht so viel trinken, dann müssen die zu oft auf Toilette oder frische Windel bekommen, was wiederum Zeit und Geld kostet 😉
    Ist schon nicht so schön.
    Da müssen die Angehörigen ein Machtwort sprechen!!!

    Vitamin D3 wird nur von der Sonne vom Körper aufgenommen.
    Sonnenschein ist zum einen hier zu wenig, andererseit sitzen die Älteren viel mehr im Haus, können also keine Sonne tanken.
    Vitamin D3 ist aber für das gesamte Wohlbefinden mehr als wichtig und unterstützt gleichzeitig die Verhinderung vieler Krankheiten und lindert Arthrose, Gicht etc., ja sogar meine Fibromyalgie. Mindestens 2000mg /Tag sind da abgebracht, Anfangs auch mehr.

    Liebe Grüsse, kkk

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  6. liebe doro ich kann mich den vorrednerinnen nur anschliessen,trinken ist sehr wichtig. meine nachbarin hat es auch immer vergessen wenn sie bei mir oben war,obwohl das glas direkt vor ihr auf dem tisch stand. ich musste sie immer wieder daran erinnern. das war noch ganz zu anfang ihrer demenz. und auch bei meiner schwiegermutter war es nicht anders. manchmal frage ich mich wie man es wohl jetzt handhabt,da sie im heim lebt. dort steht zwar ein becher mit strohhalm an ihrem bett aber sie kommt dort nicht mehr selber ran um mal was zu trinken….
    frische mit ihr immer die alten erinnerungen auf,singt alte lieder aus früheren zeiten zusammen,daran wird sie sich erinnern.und möglichst keine großen veränderungen,das mögen demente anscheinend gar nicht. es werden sicher noch des öfteren sachen einfach…versteckt…oder gar geklaut worden sein….das gehört dazu weil diese lieben alten menschen irgendwann anfangen alles selber zu verlegen oder umzuräumen. schwiegermutter hatte die letzten monate als sie noch selber laufen konnte,überall in der küche ihre socken untergebracht. es könnte ja mal kalt werden.und wenn sie etwas sagt was so nicht stimmt oder sie sich einfach irrt,ruhig drauf eingehen und nicht gegenan. so wird es für euch beide einfacher und stressfreier……drück dich mal…
    eigentlich wolte ich auf groß und kleinschreibung hier bei wp achten aber das thema wühlt auch mich immer wieder auf und da sprudelt alles nur so aus mir heraus

24.01.2015 – und zum dritten

Also, es sieht so aus, als wenn meine Mum „dem Teufel noch mal von der Schippe gesprungen“ ist, wie wir das hier so sagen. Deshalb kann ich eine kleine Entwarnung geben, allerdings stehen noch einige Untersuchungen aus. Erst mal eine Kontrolluntersuchung der Lunge, ob sich das Gerinnsel schon verkleinert hat, und dann muss auch noch das Herz weiter untersucht werden, da wohl dort auch was festgestellt wurde.

Allerdings, so wie es ausschaut, darf sie um Mittwoch rum wieder heim ins Heim. Wie es da weitergeht, in Bezug auf Hilfe, Pflege, Sauerstoff bei Bedarf, Macumar, und vor allem Arztbesuchen (ihr erinnert Euch, in 11 Monaten dreimal dagewesen 😦 ) das wissen wir alles noch nicht. Wenns hart kommt, muss sie wieder umziehen, dann auf die Pflegestation, was dann auch endgültig die letzte Station ist wie sie selber sagt. Aber warten wir ab.

Der Arzt im Krankenhaus sagt, es ist noch ein langer Weg bis es wieder in Ordnung ist…………..

So, ihr Lieben, ein schönes Wochenende, wir hatten heute hier viiiiiiiiiiiiiiiiiiel Schnee, Danke für Eure lieben Worte, das Kerzenanzünden und Beten. Und ich geh jetzt ein bisschen mit Mama telefonieren.

4 Kommentare zu „Und zum Dritten…..“

  1. Das hört sich doch recht gut an. Also, liebes Dorolein, entspann Dich erst einmal. Sie kriegt schon wieder die Kurve. Bestimmt. Sonst käme sie nicht schon am Mittwoch raus. Liebe Grüsse, festen Drücker und weiter Toi Toi Toi – Elke

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  2. Gibt es neue und hoffentlich positive Nachrichten von deiner Mutter?

    Gestern habe ich viel an euch gedacht, ich saß an einem Sonntag mit meiner Mutter (80) in der Rettungsstelle des Krankenhauses (ausgerechnet in dem, in dem mein Vater gestorben ist), um abzuklären, ob sie eine Thrombose hat, was sich zum Glück nicht bewahrheitete.
    Der Tag war damit für mich gelaufen, obwohl ich sagen muss, trotz der Fülle an Menschen, die dort saßen, war die Untersuchung sehr intensiv und die Ärzte und Schwestern sehr nett, freundlich und kompetent.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

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  3. Liebe Doro,
    so wie ich das heute lese, scheint Deine Mum ja das Schlimmste überstanden zu haben. Ist sie inzwischen wieder im Heim?
    Es hört sich auf jeden Fall für mich gut an, dass Du mit Deiner Mama telefonieren kannst. Ich drücke weiterhin beide Daumen, dass sie nicht auf die Pflegestation muss. Ich kann Deine Sorgen so gut nachvollziehen…. ich drück Dich.
    LG Susanne

20.01.2015 – Große Angst & Diagnose

Nur ganz kurz, es gibt seit heute morgen eine Diagnose. Mum mußte heute morgen in die Röhre, also ins CT und es hat sich klar herausgestellt, daß sie einen Lungeninfarkt hat. Wenn ich das richtig verstanden habe, ausgelöst durch eine Beinvenenthrombose. Der Arzt, mit dem ich eben sprach als ich bei ihr war, meinte, gestern wäre es 5 vor 12 gewesen. Sie bekommt jetzt weiter Sauerstoff und Blutverdünner und sie hoffen dadurch den Thrombus auflösen zu können.

Bleiben wird sie zwischen ein und zwei Wochen, je nachdem wie gut der Blutverdünner wirkt bzw. anschlägt. Sie hoffen das sie danach ohne Sauerstoff auskommen kann, muß aber, das ist sicher, zeit ihres restlichen Lebens Macumar nehmen. Laut Arzt besteht momentan keine direkte Lebensgefahr, aber man muss halt abwarten.

7 Kommentare zu „Große Angst II und Diagnose“

  1. Habe heute den ganzen Tag an Dich gedacht. Wie man sieht, tut man etwas für Deine Mama und sie haben gleich reagiert. Weiterhin alles Liebe. Zum Geb. ist sie wieder zu Hause. Ich drücke Dich – Gaby

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  2. Jetzt habe ich beide Posts nachgelesen – ich drücke weiterhin die Daumen, dass deine Mama bald wieder aus dem Spital raus darf und ihr gemeinsam Geburstag feiern könnt…fühl dich gedrückt und viel viel Kraft wünsche ich dir!

    Alles Liebe nima

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  3. Ich verstehe dich nur zu gut, liebe Doro, zumal du ja sehr an deiner Mutter hängst. Und so hoffe ich, dass es ihr von Tag zu Tag besser gehen wird.

    Meine Schwiegermutter (93,5 Jahre) haben wir vor Weihnachten auch ins Krankenhaus bringen lassen, der linke Lungenflügel war voller Wasser, aber mit Wassertabletten haben die das hinbekommen. Nun mussten wir sie ins Pflegeheim bringen. Ehrlich, so möchte ich nicht enden wollen, das ist frustrierend.

    Ich erinnere mich noch gut, wie du mit deiner Mutter Weihnachtskekse gebacken hast.
    Alles Liebe und dass die Geburtstagsfeier bei guter Gesundheit stattfinden wird.

    Herzlich,
    Gaby

 ♦

19.01.2015 – Große Angst . . .

. . . und viel Beten, das ist momentan das vorherrschende Gefühl bei mir. Gestern noch lustig und rumgealbert ob des Fotos und heute nur noch Angst. Meine Mum ist heute nachmittag ins Krankenhaus gekommen, weil sie seit gestern eine sehr akute Atemnot und Kurzatmigkeit hat. Der Arzt vermutet eventuell Wasser in der Lunge. Eben konnte sie sich kurz per Handy melden, sie liegt jetzt auf einer Beobachtungsstation, das Herz wurde fast anderthalb Stunden untersucht und wie die Ärzte sagten, das eine und andere gefunden, was behandelt werden muss und heute abend sollen, wie es ausschaut auch noch Untersuchungen gemacht werden. Seit sie drin ist, hat sie Sauerstoff in der Nase und bekommt dadurch auch etwas besser Luft.

Aber von vorn. Sie hat seit Monaten extrem dicke Füße, und vor 4 Wochen entschied der Arzt das sie nun 2 Wassertabletten am Tag nehmen sollte. Schön und gut, minimal dünner wurden die Füße, allerdings schied sie nicht so viel Wasser aus, wie es bei 2 Tabletten eigentlich sein sollte. Jeder der schon mal Entwässerungstabletten genommen hat, weiß wie die wirken (sollten).

Seit zwei Wochen beobachte ich, das sie ab und zu mal schwerer Luft holt als bisher und seit gut einer Woche sagt sie selber, wenn sie sich nur runterbeugt zum Schuhe zumachen, oder um etwas aufzuheben, ist sie sofort aus der Puste. Da ich selber schon lange nicht ganz so schlimme, aber ähnliche Luftprobleme habe, haben wir dem nicht so viel Beachtung geschenkt. Gestern japste sie fast nur noch, wozu dann die Pflege abends sagte, sie würde anordnen, daß heute der Doktor kommt.

Die Nacht hatte ich schon sehr viel Angst und sogar das Telefon am Bett liegen, denn gestern abend brach sie unser abendliches Telefonat ab mit den Worten, sogar das Telefonieren wäre zu anstrengend.

Heute morgen dann meinte sie es wäre etwas besser, und man hätte ihr gerade Bescheid gegeben, der Doktor käme nicht. Ich wurde richtig sauer, was muss man denn haben das der Herr Doktor sich mal blicken lässt? Heute mittag dann der Anruf von Mama unter Tränen: Ich muss ins Krankenhaus.

Die Pflege war so übermäßig lieb, hat ihr die Sachen zusammen gesucht, weil ich in Hinsicht auf Krankenhaus ein Ar..h bin. Ich habe schon seit Ewigkeiten eine Krankenhausphobie, extremst ausgeprägt. Bevor ich in einer Notaufnahme muss, würde ich eher riskieren……. ihr wißt schon,  jedenfalls bei mir selber. Meinem Mann und auch meine Mutter würde ich und habe ich alleine ins Krankenhaus gehen lassen, ich bin vor Angst als ich hört sie muss rein, zusammen geklappt.

Meine eigenen sämtlichen Krankenhausaufenthalte waren immer mit privater Zuzahlung, damit ich auch ja ein Einzelzimmer bekam, aus Angst mit anderen Kranken, denen es schlecht werden könnte, zusammen sein zu müssen. Ja, ich weiß, ich habe voll einen an der Klatsche. Aber ich kann nicht anders, ich komm dagegen nicht an. 😦 😦 😦 Gut das meine beiden, Mum  und Mann mich so gut verstehen, und mir verzeihen, wenn ich sie alleine lasse.

Gerade rief sie nochmal an, sie hat Abendbrot bekommen und muss morgen einen Schlauch schlucken. Irgendwie ist sie und auch ich ja doch froh, daß mal einiges untersucht wird, denn der Arzt war in den 11 Monaten wo sie nun im Seniorenheim ist, genau 3x da.

Ich hoffe nur, daß sich das was ich geguggelt habe bei Wasser in der Lunge, sich nicht bewahrheitet. Denn das las sich gar nicht gut. Vielleicht könnt ihr ja ein bisschen Daumendrücken oder auch beten, daß wir am 16.02. ihren 89. Geburtstag feiern können???

Danke ♥♥

5 Kommentare zu „Grosse Angst….“

  1. Gefällt mir kann ich jetzt nicht drücken, denn die Symptome gefallen auch mir nicht.
    Dennoch darf man die Hoffnung nie aufgeben.
    Klar sie hat ihr Alter, da muss man schon besorgt sein und dennoch, immer fein positiv denken, die Ärzte tun ihr möglichstes.
    Ich drück dich mal ganz lieb, mir geht es genauso…

    Rede deiner Mama schön zu, dass sie sämtliche Untersuchungen machen lässt. Sauerstoff ist hilfreich, leider kann der Körper diesen nicht speichern, also soll sie schön dran bleiben.

    Ansonsten alles Gute für deine Mama und für dich eine Schachtel Baldriantee ♥

    Liebe Grüsse, kkk

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  2. Liebe Doro, ich drücke ganz fest die Daumen, dass es deiner Mama bald besser geht. Sie ist im Krankenhaus doch in guten Händen. Und du musst dir keine Gedanken über deine Phobie machen, du hast sie und kannst nichts dagegen tun. Da gibt es wohl schlimmeres. Schön, dass dein Mann dich so toll unterstützt. Ich wünsche euch alles Gute und bete das alles gut wird. LG und einen festen Drücki

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  3. Ach herje, da fängt das Jahr für Euch ja nicht besonders schön an. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass alles gut wird. Auf jeden Fall ist es eine Beruhigung für Euch alle, dass Deine Mama jetzt im Krankenhaus ist. So war es auf jeden Fall damals bei mir. Ich hatte jahrelang immer schreckliche Angst um meine schwer kranke Mutter, klingelte das Telefon zu ungewöhnlicher Zeit, stieg mein Adrenalinspiegel sofort….. aber jedesmal wenn sie zwischendurch im Krankenhaus war, konnte ich mich entspannen, denn dort wusste ich sie gut aufgehoben.
    Ich mache jetzt erst einmal eine Kerze für Deine Mum an und drücke Euch ganz fest die Daumen. Versuch Du, Dich nicht allzu sehr verrückt zu machen, denn meist kommt es doch anders als man befürchtet.
    Ganz liebe Grüße
    Susanne

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  4. Liebe Doro, ich kann nur noch wiederholen, was die Drei schon gesagt haben. Es ist immer total schlimm, wenn man einen seiner Liebsten krank weiß und sich rundum die Uhr um ihn sorgt. Und bei der Mutter ist es nochmal ’ne andere Kiste. Und, weißt Du, das mit der Googelei ist natürlich sehr zweiseitig. Du wirst Vieles finden, das zutrifft aber bestimmt genauso Vieles, das Quatsch ist. Versuch mal, Dich von dem ganzen Info-Input frei zu machen und denke positiv. Deine Mum ist gut aufgehoben und wird versorgt. Jetzt müssen wir alle nur hoffen und beten, dass sie bald wieder in ihre gewohnte Umgebung zurück kann und mit Euch ihren Geburtstag feiern darf. Ich denk ganz doll an Dich und die Sorgenmum, sei feste gedrückt und halt das Köpfchen oben! Das wird schon wieder! LG Elke
    P.S. …auch bei uns brennt ab sofort ein Licht für Deine Mum!

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  5. Meine liebe Doro,

    mit großem Schrecken habe ich deinen Beitrag gelesen.
    Da du aber einen weiteren geschrieben hast, werde ich den erstmal lesen, bevor ich hier weiter kommentiere.

    Aber sei dir gewiss: Ich drücke deiner Mama sowas von fest die Daumen!!!
    Hab ja selbst ein liebe Mutter in dem Alter und hänge sehr an ihr.

    Alles Liebe,
    Suse

 ♦

02.04.2014 – Bis bald mal

Ihr Lieben, heute war und ist ein Scheiss-Tag. Meine Mum ist heute vormittag im Bad gestürzt und hat sich einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen. Sie ist im Krankenhaus und wird noch heute abend bzw. heute nacht operiert.

Was das mit 88 und einem sehr schwachen Herzen heißt, könnt Ihr Euch denken.

Ich würde mich freuen, falls  Ihr guten Kontakt zu dem da „oben“ habt, wenn Ihr ihm sagen könntet, ich brauch sie noch, ja?

Wer Kontakt mit mir aufnehmen möchte, ihr wißt ja,wie ich mich erreichen könnt.

Bis bald mal

15 Kommentare zu „Bis bald mal“

  1. Liebe Doro, mir gefällt, dass Du Dich mal wieder zu Wort gemeldet hast. Der Inhalt Deines Posts gefällt mir natürlich nicht. Also: Kerze für Mum brennt schon, in meinem Nachtgebet steht sie jetzt gaaanz vorne. Paß Du auf Dich auf und vertraue darauf, dass die Weißkittel und „der da oben“ es schon richten werden. Ich drück Dich – Gruß Elke

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  2. Alles Gute wünsche ich Deiner Mama. Wird schon wieder. Immer positiv denken. Meine Tante hatte mit 85 einen Oberschenkel Halsbruch und alles wurde wieder gut. Nun ist sie 95 und noch fit !

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  3. Alles wird gut!
    Eine unserer Bewohnerinnen hatte vor 14 Tagen einen Oberschenkelhalsbruch und OP. Sie läuft schon wieder rum. Obwohl sie es nicht soll. Sie ist 94 Jahre alt.
    Alles Gute!

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30.01.2014 – Seniorenheim zum 2.!!!

In den letzten Tagen habe ich von verschiedenen Einrichtungen Unterlagen bekommen und auch ganz in Ruhe ( haahaa, ich und Ruhe) durchgesehen. Zwei davon waren sehr ausführlich, alle Kosten und Extrakosten aufgeführt, sodaß man sich vorab schon mal ein Bild machen kann was finaziell auf einen zukommt. Manche waren nur schöner Schein und Kosten kamen gar nicht vor, ausser ein GRUNDpreis.

Da ich bzw. wir ja in Bezug darauf absolute Laien sind, haben wir verschiedene Kriterien durchgerechnet und viele Fragen aufgeschrieben. Heute hatte ich den ersten Termin in einem Seniorenheim bzw. einer Senioren-Residenz. Ein sehr schönes Haus, weitläufig und nicht wie das, wo Mum jetzt ist, eng und düster (obwohl das Personal dort und auch das Essen richtig richtig gut ist!)  und wo es sobald man in der Etage aus dem Fahrstuhl steigt, nach Pi… riecht. Sorry, aber das ist leider so. Ich weiß bleibt nicht aus bei vielen alten Menschen aber es geht auch anders, das habe ich heute und auch vor einiger Zeit in zwei anderen Institutionen „gerochen“ bzw. nicht gerochen.

Also heute der Termin. Zuerst war ich bei der Direktorin bzw. Geschäftsführerin der Einrichtung. Bei einem Kaffee konnte ich meinen Fragenkatalog loswerden und wurde sehr kompetent beraten. Was sie nicht wußte, hat sie gleich abgeklärt, eine Dame der Pflgegestationen dazugeholt, um zu erfahren was diese meinte, ob meine Mutter schon soweit wäre in die vollstationärePflege zu kommen. Die Zimmer dort sind sehr schön, hell und sauber, der einzige Nachteil ist, zwei Zimmer teilen sich ein großes Bad.

Meine Fragen bezüglich eines kleinen Einraumappartments und der dazugehörigen Leistungen und der erforderlichen Pflege wurden sehr gut beantwortet. Anschließend machten wir einen Gang durchs Haus, ich konnte mir alle drei Pflegestationen ansehen, außerdem hatte ich die Möglichkeit ein Appartment in der Größe wie wir es uns vorstellen anzusehen.

Und da meine Frage vorher dahin gehend ging, wie hoch die Kosten für die Pflegeleistungen monatlich wären, die meine Mutter benötigt, wurde ich anschließend zu einer Dame der Pflegedienstleitung gebracht, die mich fragte was meine Mutter an Hilfe braucht und mir das schriftlich für einen Monat abzüglich der Leistung der Pflegekasse bei Pflegestufe 1 berechnete, ausdruckte und mitgab.

Ich war so froh darüber, denn das sind für mich Sachen die man ganz schlecht alleine ausrechnen kann.

Zuhause habe ich  mich gleich hingesetzt und gerechnet und Mum angerufen und ihr alles erzählt. Sie ist mal so und mal so in ihrer Meinung, aber mittlerweile tendiert sie doch dazu, so schnell wie möglich in diese Einrichtung zu ziehen. Zusätzlich zu ihrer Rente und dem was die Pflegekasse zahlt, muss sie dann noch einen dicken Batzen zusteuern. Das kann sie für ca. dreieinhalb Jahre. Und was dann ist, muß ich morgen früh klären. Es gibt hier bei der Stadt eine Stelle nennt sich glaube ich Pflegestützpunkt, die Auskunft über alles was damit zu tun hat, geben kann, eben auch was ist wenn kein Erspartes mehr da ist.

Und sie können es sogar möglich machen das es schon in drei bis vier Wochen klappt, wenn die Kurzzeitpflege zu Ende ist.

Das war es in Kürze, bzw. Länge 😉

6 Kommentare zu „SENIORENHEIM die 2.“

  1. Toll, dass Du uns teilhaben läßt. Danke dafür. Ich blicke einige Jahre zurück und sehe mich wieder, wie ich von Seniorenheim zu Seniorenheim gezogen bin und alle ausgequetscht habe. Die Geruchserlebnisse hatte ich auch. Diese Häuser fielen sofort durchs Raster, da meine Mutti total pingelig in punkto Duft😉 war. Und auch ich war anfangs verzweifelt bis sich letztendlich dann doch alles zum Guten gewendet hatte. Auch wir strebten zuerst ein Einzelappartment an, mussten dann jedoch eins für zwei Personen anmieten. Und im Endeffekt war das eine sehr gute Lösung. Die beiden Damen haben sich super verstanden und hatten so immer jemanden zum Quatschen. Meiner Mutti hat das -wider Erwarten- sehr gefallen. Also, sei offen für mehrere Lösungen. Ich denke weiter an Dich/Euch und wünsche Euch eine für alle Beteiligten gute Lösung. Liebe Grüße – Elke

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  2. Das hört sich schon mal gut an. Wenn die Kosten ok sind, bleibt jetzt die Frage nach dem besten Haus und möglichst auch in deiner Nähe. Wie schnell kann sie denn aus ihrer neuen Wohnung? Wie schade dass das nicht mehr funktioniert.
    Als meine Schwiegermutter mit 82 ins Pflegeheim kam, war ich schockiert, wie wenig aus einem ganzen Leben übrig bleibt.
    Da schafft man an, hortet, spart und dann geht doch sehr wenig mit. Gut das ich das schon einmal sehen konnte/musste.
    Warum will sie denn ein Zimmer allein? Wenn sie so hilfebedürftig ist, wäre es doch vll. besser wenn zwei Damen sich zusammen tun könnten. Müsste man dann sehen wie die Wellenlängen passen.
    Und sie wäre quasi nie allein, was ich im Nachhinein doch ganz positiv finde.
    Ich finde es toll wie du dich engagierst, das hab ich schon bei der Wohnungssuche toll gefunden.

    Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr den richtigen Weg findet ♥
    Alles Liebe kkk

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  3. Klingt irgendwie gar nicht als schwierig lösbar, sondern ganz annehmbar. Natürlich ist die Wahl bedeutend für die künftigen Jahre und so wie „eifeltussi“ schreibt, wäre ein Zweibett-Appartement vielleicht überlegenswert. Die eine oder andere Dame könnte vielleicht auch mal eine kleine Hilfe benötigen, oder könnten sich austauschen. Aber das muß Deine Mutter selbst entscheiden können/dürfen.
    Viel Erfolg, alles Gute und liebe Grüße
    Elisabetta

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  4. Da hast Du ja im Moment einiges „um die Ohren“. Ich kann Dir leider keine Tipps geben, da mir bzw. meinen Eltern diese Situation erspart blieb. Ich stelle es mir aber sehr schwierig vor, hier die richtige Entscheidung zu treffen und letztendlich hängt ja auch vieles von den Kosten ab. Ich persönlich würde für ein Einzelzimmer appelieren, doch weiß ich aus meinem Bekanntenkreis, dass dies oft soooo teuer ist, dass ein Zweibettzimmer die einzige Lösung ist. Vielleicht ist dies (wenn die beiden Damen sich gut verstehen) aber auch nicht die schlechteste Lösung.
    Ich wünsche Dir und Deiner Mama, dass Ihr für Euch eine zufriedenstellende Lösung finden werdet und dass Deine Mama sich dort wohl fühlt.
    LG Susanne

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  5. Ein Bad für zwei Zimmer finde ich, ehrlich gesagt, noch erträglich. Es werden ja nie alle Bewohner gleichzeitig gepflegt und auch müssen nicht alle gleichzeitig müssen. Es passt also. Besser als ein Zimmer für Zwei. 🙂
    Laßt Euch aber nicht nur durch „schön anzusehen“ leiten. Das Allerwichtigste ist der Personalschlüssel und wie mit den Bewohnern umgegangen wird. Wieviel Pflegepersonal ist in der Frühschicht, wieviel in der Spätschicht, wieviele Nachtwachen. Hat jede Pflegestation eigene Examinierte oder müssen die übergreifend arbeiten?
    (Nur mal Beispiel: Auf meiner Station, die sich ebenfalls in einer Residenz befindet, (allerdings geschützt wegen der Weglauftendenz und überwiegende Demente, nur wenige Bewohner, die viel oder überwiegend im Bett liegen, dafür eine Menge „Läufer“) sind 24 Bewohner, davon haben 18 den §87 b. In der Frühschicht arbeiten 1 Exe oder Wohnbereichsleitung, 1 Stationsküchenhilfe, 1 „halbe“ Pflegehelferin (von 5.30 – 11 Uhr), 2 Vollzeit-Pflegerinnen, eine oder zwei Schülerinnen, 1 Betreuerin nach § 87b. In der Nachmittagsschicht 1 Exe, 2 Pflegerinnen bzw. 1 Pflegerin und 1 Schülerin im 3. Jahr, 1 Betreuerin nach 87b. In der Nachtschicht ist eine Pflegefachkraft.)

    Auch die Qualität des Essens sollte stimmen (Frühstück gibt es bei uns „wie bestellt“, dazu Joghurt, Quark, Obst, Milchbrei. Mittags gibt es Vorsuppe, Dessert und man kann zwischen 3 Gerichten, eines davon vegetarisch, wählen. Zusätzlich gibt es 3 Ausweichgerichte, die ständig im Angebot sind. Abendessen wieder „wie bestellt“, zusätzlich eine Brühe, Suppe, Salat, Fisch- oder Käseplatte. Morgens eine Zwischenmahlzeit und am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Obst, Joghurt, Säfte, Wasser sind selbstverständlich jederzeit für jeden Bewohner griffbereit, wenn gewünscht. Getränke sowieso – die sind ein MUSS.)
    Ganz wichtig auch: Man sollte eigene Möbel/Lieblingsstücke mitbringen dürfen, wobei Wertsachen so wenig wie möglich dabei sein sollten. Vielleicht zu Hause lagern und von Zeit zu Zeit austauschen? Oder im Seniorenheim im Safe einschließen lassen und bei Bedarf rausholen.

    Dass es schon mal (allerdings darf das nicht immer/durchgehend sein!) nach Pi.. riecht, wenn man einen Pflegebereich im Seniorenheim betritt, ist schnell erklärt: Vielleicht wurden gerade alle Betten frisch gemacht? Oder der Wäschewagen stand auf dem Flur oder vorm Fahrstuhl zum Abholen bereit? Eine Menge Senioren (wenn nicht sogar überwiegend) sind inkontinent.
    Auf meiner Station (ein geschützter Bereich für Demente mit Weglauftendenz) ziehen sich die „Läufer“ schon mal auf dem Flur, im Aufenthaltsraum oder sonstwo die Hose runter und hinterlassen eine Pfütze. Bestenfalls. Manchmal ist es auch was Festes. Und nicht selten zu Kugeln oder Kügelchen geformt und auf einem Tisch platziert. Hin und wieder auch auf Sessellehne oder Sitzfläche.

    Klar – jetzt kann man natürlich sagen: Ist ja schnell weggemacht und gegen den Geruch kann man was sprühen. Natürlich kann man das. Macht bei uns die eine oder andere Pflegerin auch schon mal. Aber warum, wenn es Fenster gibt, die man öffnen kann?
    Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn irgend so ein chemischer Scheixxkram in der Luft verteilt wird und Gerüche überdecken soll. ICH will das nicht einatmen! Hinzu kommt, dass wir Bewohner haben, die glauben, dass Gift versprüht oder ihnen sonstwas angetan wird.

    Der Pflegestützpunkt ist eine gute Anlaufstelle. In der Regel beraten die Mitarbeiter sehr gut und sind behilflich bei der Beschaffung von Anträgen.

    Schau Dir die „ausgeguckte“ Residenz ruhig noch ein oder zwei Mal an, wenn möglich ohne Termin. Wie wirken die Bewohner? Erkundige Dich vielleicht noch, wieviele soziale Betreuungen im Haus arbeiten (die kümmern sich um die Bewohner „ohne §“).

    Mein Vater war vor Jahren zur Kurzzeitpflege in einer Residenz, in der meine Schwester seit Jahren arbeitet. Seitdem sieht sie einiges mit völlig anderen Augen. 🙂

    Ich hoffe, Du findest auf Anhieb das Richtige!
    LG

26.01.2014 – Seniorenheim???

Momentan beschäftigt mich aus gegebenem Anlass das Thema Seniorenheim. Wie Ihr wißt, ist meine Mum ja gefallen und hat sich den Arm gebrochen und nun geht mir tagtäglich (und auch nachts) der Gedanke durch den Kopf, was wird in drei Wochen sein, wenn die Kurzzeitpflege abgelaufen ist? Was wird, wenn sie den Gips ab hat und wieder zuhause ist? Wie lange geht es gut, bis wieder was passiert, bis sie vielleicht wieder fällt? Ja sie wohnt direkt mir gegenüber, aber ich kann auch nicht immer da sein, ich bin noch berufstätig und  ich habe einen (nicht gesunden) Ehemann und einen Haushalt.

Ich denke ich muß ein wenig ausführlicher schreiben was ich meine, denn ich erhoffe mir von Euch, wenn Ihr vielleicht diese Situation kennt, ein wenig Hilfe bzw.Informationen.

Also, meine Mum hat in den letzten Wochen extrem abgebaut, sie kommt bzw. kam mit ihrem Rollator gerade noch alleine zum Klo (auf dem Rückweg von eben diesem ist der Sturz passiert). Anziehen morgens brauchte sie so 45 Minuten, deshalb hatten wir das vor kurzem mit in die Pflege gegeben, ebenso wie Frühstück und Abendbrot machen. Die Tage seit dem Sturz bis zur Kurzzeitpflege wurde sie auch abends ausgezogen.

Sie hat kein Interesse mehr an dem was sie bisher getan hat. Da sie kaum noch laufen kann, hat sie halt viel ferngesehen, was ich auch in Ordnung finde. Also der Fernseher läuft den ganzen Tag, ohne Ton meistens, und abends am 19 Uhr hat sie immer geschaut. Einige Sendungen haben wir anschließend immer „diskutiert“, solche Trash-Sendungen wie Bauer sucht Frau, der Bachelor, Lets Dance und sie ist von Anfang an ein ganz großer Dschungel-Fan gewesen ( dazu kriegt mich allerdings keiner!!!). Wenn ich heute mal frage, wie fandest du denn……. kommt ein: Ach war das? Hab ich nicht gesehen. Sie hat bis vor kurzem ihre Zeitschriften gelesen, die ich ihr einmal wöchentlich brachte, heute werden sie weggeworfen so wie ich sie ihr mitbringe. Und ihr Hobby Socken Stricken, gut das geht ja nun mit nem Gipsarm nicht, aber ob da noch Interesse besteht? Ich weiß es nicht 😦

Sie vergisst viel in den letzten Monaten, nicht so das sie sich gar nicht erinnert, aber momentan ist es schon vermehrt. Klar muß man immer berücksichtigen, daß sie in drei Wochen 88 wird, oder rede ich mir das jetzt einfach gut? Sie nimmt natürlich hochgradig Schmerzmedikamente, morgens und abends ein Mo.phi.m Präparat, dazwischen 3x täglich normale Schmerztabletten und pro Tag dann noch 10 mg Cortison. Aber diese Medis nimmt sie aber schon länger als es so extrem mit ihr ist. (Diese starken Medikamente bekommt sie weil sie in beiden Knien eine ausgeprägte Athrose hat wo leider nichts mehr zu machen ist)

Jedenfalls ist es so, daß sie so gut wie gar nichts mehr machen kann, Sprudelwasserflaschen aufmachen, Medikamente aus den Blistern drücken, Frühstück Mittagessen oder Abendbrot machen, geht gar nicht mehr, denn länger als ein bis zwei Minuten stehen, da wackelt sie so sehr daß sie wieder Angst hat, zu fallen. Deswegen hat sie als Mittagessen dreimal die Woche Essen auf Rädern, einmal ein Fertiggericht und der Rest ist durch uns gelöst. Essen auf Rädern sowie die Fertiggerichte haben aber eine Folie obendrauf, die abgezogen werden muß, was sie nicht kann, weil die Kraft in den Händen fehlt.

Bisher war es so daß sie sich immer auf unseren Mittwoch, unseren Muttertag, gefreut hat. Quatschen und vor allem Baden. Wie oft hat sie das in den letzten Monaten aufgeschoben? Ach, Baden tu ich dann nächste Woche. Die Körperpflege leidet da nicht drunter, da die Pflege ihr auch beim Waschen hilft. Aber es hat ihr halt immer sehr viel Spaß gemacht.

Nun komme ich aber zum Thema.

Jetzt wo sie in der Kurzzeitpflege ist, habe ich mir schon mal Unterlagen von zwei anderen Seniorenheimen angefordert. Sieht alles ganz toll aus, da ich in beiden schon mal kurz drin war, weiß ich, es ist wirklich so. Nur duch die Aufstellungen der Kosten steige ich absolut nicht durch.

Einmal steht da, wieviel das Appartment, also ein etwas größeres Zimmer mit Bad kostet. Darin enthalten sind das Mittagessen, einmal die Woche putzen des Zimmers und diverse andere Sachen. Dazu kommt dann als Extrakosten monatlich Frühstück und Abendessen (wenn man nicht in der Gemeinschaft essen will, pro Mahlzeit dann 2 Euro fürs Bringen, was dann 6 Euro pro Tag und pro Monat 180 Euro wären) Telefonanschluss, Wäsche waschen pro Waschgang, und extra Hilfe pro 15 Minuten 6 Euro.  Wir kämen da auf einen Betrag jenseits von Gut und Böse.

Allerdings weiß ich nicht, wie das mit der Pflegekasse verrechnet wird. Meine Mutter hat Pflegestufe 1 und bekommt momentan, da wir Kombileistung haben, vierhundertsoundsoviel Euro. Ohne Kombileistung wäre der Betrag 235 Euro.

Jetzt ist bei den Seniorenheimen aber auch immer wieder die Rede von vollstationärer Pflege, da käme dann von der Pflegekasse bei Stufe eins 1032 Euro, was dann natürlich wieder eine ganz andere Berechnugnsgrundlage wäre. Und da verstehe ich den Unterschied nicht zwischen den 235 und den 1032 Euro.

Die Rente meiner Mutter würde ich zwar als gut bezeichnen, aber trotzdem müssten (nur mit den 235 Euro von der Pflegekasse) jeden Monat ein Teil, und zwar kein kleiner, aus Ersparnissen bestritten werden.

Und was ist danach, wenn das Geld aufgebraucht ist? Können sie an mich herantreten? Ich arbeite nur halbtags und dementsprechend ist natürlich auch mein Verdienst. Oder können sie auch an den Schwiegersohn herantreten oder gar an unsere Ersparnisse fürs Alter? Erwähnen sollte ich noch das ich das einzige Kind bin.

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit solchen Dingen? Dann bitte ich Euch, sie mit mitzuteilen. Meine Emailadresse steht oben auf dieser Seite unter der Dünendenkerin, und da unter den Fotos, falls jemand Infos hat die er hier nicht öffentlich schreiben möchte.

Vorab schon mal ein Danke an Euch

12 Kommentare zu „SENIORENHEIM?“

  1. Zu der Kostenaufstellung kann ich nicht viel sagen.
    Soweit ich weiss, das müsste sich aber auch im Internet finden lassen, werden Schwiegerkinder nicht zu den Kosten herangezogen. Und eigene Kinder auch nur insoweit, als das sie ja selbst auch noch leben müssen. Das www sollte dazu aber einiges hergeben.

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  2. Liebe Doro,
    das ist wirklich ein komplexes Thema. Also zunächst einmal würde ich mich an die Pflegekasse wenden, damit die Pflegestufe neu geprüft wird. So wie du es schilderst, könntest du wirklich die Chance haben, Pflegestufe 2 durchzusetzen.
    Bei Pflegestufe 1 (hat mein Mann auch) gibt es 235 Euro Pflegegeld. Dann übernimmt der Angehörige die Pflege. 450 Euro gibt es bei Inanspruchnahme von Sachleistungen und teilweiser Unterstützung. Bei einer Unterbringung im Heim zahlt die Pflegekasse 1023 Euro. Das reicht jedoch nicht für die Unterbringung. Hinzu gezählt werden dann die Rente und sonstigen Einkünfte deiner Mutter. Reicht das immer noch nicht können Angehörige einen Antrag auf Pflegewohngelt und auf Leistungen Sozialhilfe stellen. Viele Ämter prüfen jedoch die Vermögensverhältnisse der Kinder. Hierbei zählt dein Einkommen. Wenn dein Nettoeinkommen den Betrag von 1400 Euro nicht übersteigt, kannst du nicht zur Zahlung herangezogen werden. Dieser Grenzwert verändert sich nach oben, wenn der Ehepartner kein eigenes Einkommen hat. Das ist dann die Grundsicherung (allerdings bin ich hier nicht so auf dem Laufenden, ob das immer noch der gültige Betrag ist). Vom dem Einkommen, was darüber liegt, wird i.d.R. ein prozentualer Anteil gefordert. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt allerdings von der jeweiligen Stadt bzw. Gemeinde ab. Da gibt es wohl keine einheitliche Regelung.
    Soweit ich weiß, gibt es in den Pflegeheimen auch soziale Dienste, bei denen man sich beraten lassen kann. Die kennen sicherlich die Zahlen besser als ich.
    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
    Liebe Grüße – Iris

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  3. Würde gerne informieren bzw. helfen, aber hier in Österreich gibt es andere Richtlinien, die sind für Dich nicht aussagekräftig. Tut mir leid.
    Liebe Grüße und hoffentlich gute Erkenntnisse.

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  4. Ich würde mich mal mit der Krankenkasse unterhalten. Pflegestufe 1 ist nicht das was deine Mutter braucht. Hier müßte eine neue Einstufung erfolgen. Mindestens Stufe 2. Dann würde ich mich mal über die Kostenübernahme mit denen unterhalten. Ich wünsche dir viel Erfolg. L.G.

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  5. Scheinbar bewahrheitet sich deine Vorahnung, wie schade.
    Erst mal alles Gute an deine Mom und sie soll viel trinken. Ältere Leute stellen gerne das Trinken ein. Sie trinken erst wenn sie Durst haben, das ist dann aber viel zu spät. Sie bekommen die Flaschen nicht auf und müssen halt auch häufiger das Getrunkene wieder weg bringen. Schlecht wenn man schlecht laufen kann und hier schliesst sich ein übler Kreislauf auch schon.
    Dennoch muss man daran unbedingt arbeiten.

    Zur Pflege kann ich dir so gar nichts raten, da muss ich mich selber mal schlau machen. Aber hier ist bestimmt der ein oder andere der dir weiter helfen kann, ansonsten lass dich bei der KK beraten.

    Ansonsten, Mach dich nicht verrückt ♥
    Leicht getan, schwer getan. Ich weiss.
    Alles Liebe kkk

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  6. Hallo Doro,
    Bei uns gibt es Tagesbetreuung für Senioren.
    Dort sind die Senioren von morgens bis abends und werden tagsüber von Fachpersonal betreut und beköstigt. Dort wird auch drauf geachtet, dass die Menschen genug trinken.
    Falls Deine Mutter dement sein sollte bitte beim MDK angeben. Dann stehen weitere Betreuungsgelder zur Verfügung.

    Sonst kann ich leider keine Hinweise geben.

    Alles Gute für Euch und Eure Mutter.

    Gruß Christel

    In der Wohnung der Mutter ablle losen Teppiche entfernen, die eine Unfallgefahr darstellen.

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  7. So, wie ich das sehe, ist Deine Mutter keine Kandidatin für Pflegestufe II, denn „nur“ nicht mit allem zurechtkommen reicht für eine Pflegestufenerhöhung nicht aus. Das macht aber garnichts. Denn mit der Erhöhung der Pflegestufe gehen direkt auch die Heimkosten in die Höhe – meist um den Pflegestufenbetrag.
    Schwiegerkinder werden zum Unterhalt der Schwiegermutter nicht hinzugezogen. Kinder dann, wenn das Einkommen eine bestimmte Summe überschreitet.
    Auskünfte darüber holst Du Dir am besten im (in Rheinland-Pfalz heißt es) Amt für Soziales, Jugend und Versorgung. Da wurden ein paar Ämter unter einem Dach vereint, früher hieß dieses Amt „Landessozialamt“ (nicht zu verwechseln mit dem Sozialamt).

    Vielleicht erfüllt Deine Mutter die Voraussetzungen für die Einstufung in §87 b? Da stellt die Pflegekasse, neben dem Pflegegeld, noch 120 Euro monatlich zur Verfügung.

    Zur Kombileistung:
    Ein zugelassener Pflegedienst bekäme für die Pflege 450 Euro. Wird die Summe nicht vollständig verbraucht, wird der Rest auf „Pflegen ohne Pflegedienst“ umgerechnet und der Versicherten aufs Konto gutgeschrieben. Wird ohne Pflegedienst gepflegt, dann liegt das Pflegegeld bei 235 Euro.

    Die Heimunterbringungskosten werden mit der Pflegeversicherung, den Krankenkassen, den Sozialhilfeträgern usw. verhandelt und setzen sich in der Regel wie folgt zusammen:
    Kosten für die Pflege nach Pflegestufe, Verpflegung, Investitionskosten, Ausbildungsumlage, Unterkunft.

    Ganz wichtig: Geh bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung nicht nur nach dem, was Du selbst als „schön fürs Auge“ empfindest. Erkundige Dich, wie der Personalschlüssel ist. Wieviele Nachtwachen sind zuständig? Laß Dich durch die Häuser führen, auch über die Pflegestationen, und halt die Augen offen. Frag nach, was in der Beschäftigung angeboten wird.
    Geh am besten zu einer Zeit in die Heime, wo es „etwas stressig“ ist. Vielleicht gegen halb 12 Uhr, wenn die Essenszeit beginnt. Oder auch am Nachmittag. Sind die Stationen am Nachmittag menschenleer – dann liegen die Bewohner vielleicht schon in den Betten? Sind die Aufenthaltsräume morgens leer, oder sitzen viele Bewohner zusammen und werden irgendwie beschäftigt?
    Vereinbare vielleicht erst einmal ein Probewohnen.

    Alles Gute bei der Suche nach dem für Euch Richtigen.
    LG

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  8. Hallo, ich stimme widder 49 zu. Ähnliches wollte ich auch schreiben.
    Vielleicht würde ich auch mal einen “ Demenztest“ machen lassen – weil du schreibst, dass deine Mutti sehr vergesslich wird, und auch das Interesse verliert. Da käme dann tatsächlich § 87b ins Spiel.

    Was Heime betrifft, so bin ich selbst ein absoluter Gegner davon. Es gibt ein paar wirklich, wirklich gute – aber die Meisten, sorry, die glänzen nur nach aussen.
    Deshalb finde ich die Tipps von widder49 sehr hilfreich. Wie sieht das Essen aus? Ist es für alle gleich? Wird im Haus gekocht, oder ist es Fertigküche? Wie verhalten sich die anderen Bewohner? Ist es unruhig im Heim? Wie gehen die Pflegekräfte mit den Bewohnern um, wenn der Alltagsstress läuft. Sitzen die Bewohner nach dem Frühstück allein gelassen herum, oder wird sich um jeden gekümmert? ( Was dank der Einsparungen in der Pflege fast unmöglich ist).
    Werden die Bewohner ruhig gestellt und ins Bett zum schlafen gelegt? All das bekommt man als Aussenstehender nicht mit.

    Du schreibst, dass Deine Mutter schon Pflege bekommt. Ist das von einem ambulanten Pflegeservice? Diese schalten normalerweise, wenn sie merken, dass die Pflegeperson sich verändert. Und normalerweise können sie dich auch beraten, was man als Nächstes tun kann.

    http://www.bmg.bund.de/pflege/pflegeberatung.html
    http://gesundheits-und-pflegeberatung.de

    Alles Gute!

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  9. Ich kann dir leider, leider da überhaupt nicht weiterhelfen. Aber ich bin auch der Meinung, du solltest dich im Internet umsehen, dich bei der zuständigen Kasse erkundigen, und vielleicht mal so etwas wie Probewohnen für deine Mutter in diversen Heimen organisieren, meistens ist das ohne große Umstände möglich. Und – so weit als möglich – den Versuch wagen, mit Angehörigen von Bewohnern diverser Heime ins Gespräch zu kommen…
    Deiner Mutter alles Gute!
    Herzliche Grüße!

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  10. Liebe Doro, wie sieht es aus an der Mum-Front? Gib uns doch mal ein update, wenn Du es zeitlich schaffst. Ich denk an Dich/Euch und drücke feste die Däumchen, dass alles gut geregelt wird. LG Elke

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